Die besten 5 Verkaufsportale für Privatverkäufer im Überblick

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Als Privatverkäufer online Geld verdienen.

Die Bedeutung des Onlinehandels für den Gesamtumsatz wächst immer weiter – davon kannst du auch als Privatverkäufer profitieren. Die Auswahl ist groß: Möchtest du möglichst viele potenzielle Käufer erreichen, keine Gebühren zahlen oder maximal fair handeln? Erfahre hier, was ein Privatverkauf ist, welche Vorschriften du beachten musst und lerne höchst erfolgsversprechende Verkaufsportale kennen.

Was ist ein Privatverkauf?

Rechtlich handelt es sich um einen Privatverkauf, wenn eine private Person eine Sache oder einen Gegenstand verkauft. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Käufer ebenfalls eine Privatperson oder ein Händler ist. Es gilt der Standard-Kaufvertrag nach den Regeln §§433 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches – diese unterscheiden sich nicht vom gewerblichen Verkauf.

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Privatverkauf und Gewährleistung

Das bedeutet: Als Privatverkäufer gelten für dich die Gewährleistungsvorschriften und du musst für Mängel einstehen. Als Verkäufer garantierst du, dass die Ware frei von Sachmängeln ist, oder musst diese in der Beschreibung angeben. Allerdings kannst du beim Privatverkauf die Gewährleistung ausschließen, wenn keine (in der Produktbeschreibung zugesicherte) Funktion fehlt oder arglistig verschwiegen wird.

Tipp: Für den Gewährleistungsausschluss schreibst du: „Der Verkauf von XYZ erfolgt unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung.“

Privatverkauf und Widerrufsrecht

Das Recht auf Widerruf des Kaufs gilt nur für gewerblich als Unternehmer handelnde Verkäufer bei einem Fernabsatzgeschäft (Onlinehandel) oder Haustürgeschäft. Als Privatverkäufer betrifft dich das Widerrufsrecht nicht. Verkäufe von Privatpersonen fallen nicht unter das Fernabsatzgeschäft.

Privatverkauf und Umtauschrecht

Wenn du als Verkäufer die Gewährleistung ausgeschlossen hast, gilt für den Käufer kein Umtauschrecht. Falls die Gewährleistung gültig ist, hast du zunächst dreimal die Möglichkeit, den Mangel zu beheben. Danach kann der Käufer die Ware umtauschen und unter Umständen Schadenersatz geltend machen. Gelingt die Fehlerbeseitigung nicht und die Gewährleistungspflicht gilt, musst du den Kaufpreis zurückerstatten und den Artikel zurücknehmen.

5 Verkaufsportale für Privatverkäufer

Die Verkaufsportale unterscheiden sich in Punkten wie der Reichweite, den Besucherzahlen, den Kosten für das Einstellen von Angeboten sowie der Verkaufsprovision.

eBay & eBay Kleinanzeigen – das bekannteste Verkaufsportal für Privatverkäufer

Die besten 5 Verkaufsportale für Privatverkäufer im Überblick_Verkaufsportal-eBay
Das Portal eBay ist Marktführer unter den Verkaufsangeboten für Privatverkäufer.

Das Portal eBay kennt in Deutschland fast jeder. Hier ist ein riesiges Angebot an neuen und gebrauchten Produkten von Händlern und Privatpersonen verfügbar. Du bietest deine Artikel per Auktion oder Sofortkauf an und musst relativ hohe Gebühren akzeptieren. Wenn du das Verkaufsportal als Privatverkäufer nutzt, ist das Einstellen von bis zu 300 Produkten pro Monat kostenlos möglich. Bei erfolgreichem Verkauf betragen die Provisionsgebühren 10 Prozent. Mit eBay Kleinanzeigen kannst du kostenlos Anzeigen aufgeben: Die Angebote drehen sich hauptsächlich um den lokalen Verkauf von Produkten und Dienstleistungen.

Amazon Marktplatz: Biete deine gebrauchten Produkte an

Die besten 5 Verkaufsportale für Privatverkäufer im Überblick_Verkaufsportal-Amazon-Marktplatz
Der Amazon Marktplatz ist für Privatverkäufer kostenlos zugänglich, die Gebühren beim Verkauf sind relativ hoch.

Amazon gehört zu den weltweit erfolgreichsten Unternehmen. Über den Amazon Marktplatz haben Privatverkäufer die Möglichkeit, ihre Produkte anzubieten. Mit dem kostenlosen Basiskonto betragen die Verkaufsgebühren 0,99 € pro Artikel plus prozentuale Verkaufsgebühren. Diese liegen je nach Produkt meist zwischen 8 und 15 Prozent. Das Basiskonto eignet sich für den Verkauf von weniger als 40 Artikeln pro Monat.

Fairmondo – kostenfreier Online-Marktplatz für Privatverkäufer

Die besten 5 Verkaufsportale für Privatverkäufer im Überblick_Verkaufsportal-Fairmondo
Fairmondo fördert die Sharing Economy.

Auf dem Online-Marktplatz Fairmondo gibt es allerlei neue und gebrauchte Dinge zu kaufen. Es handelt sich um eine Genossenschaft, die der Online-Community gehört. Fairmondo präsentiert sich als faire Alternative zu den großen Online-Marktplätzen. Kaufen, verkaufen, tauschen und leihen ist ohne Gebühren möglich. Bei jeder Transaktion wird von gewerblichen Händlern ein Prozent an eine Initiative gespendet.

Hood – wie eBay, aber günstiger

Die besten 5 Verkaufsportale für Privatverkäufer im Überblick_Verkaufsportal-Hood
Hood lockt Privatverkäufer mit günstigen Gebühren.

Bei Hood bietest du deine Artikel als Privatverkäufer kostenlos an und musst keine Verkaufsprovision zahlen. Du bezahlst nur für optische Aufwertungen der Produktbeschreibungen kleine Beträge oder für Features wie größere Bilder. Damit Hood trotzdem Geld verdient, blendet die Website Werbeanzeigen in der Darstellung deiner Verkäufe ein. Es sind Auktionen wie bei eBay und ein Verkauf per Festpreis möglich. Du kannst den Verkäuferschutz von Hood kontaktieren, wenn ein Käufer nicht zahlt. Wer regelmäßig Waren verkauft und Stammkunden hat, kann über die Website einen Newsletter verschicken. Für Händler stehen verschiedene Pakete zur Auswahl.

Booklooker – Privatverkauf von Büchern, Musik und mehr zum Festpreis

Die besten 5 Verkaufsportale für Privatverkäufer im Überblick_Verkaufsportal-Booklooker
Bei booklooker verkaufst du unter anderem Bücher und Filme zum Fixpreis.

Booklooker ist ein weiterer Marktplatz, der auf den Verkauf von Büchern, Hörbüchern, Musik, Filmen und Spielen spezialisiert ist. Private und gewerbliche Verkäufer sind hier aktiv. Dieses Portal punktet mit einem umfassenden Käuferschutzprogramm, keinerlei Einstellgebühren und günstigen Gebühren für Verkäufer. Die Verkaufsprovision beträgt 6,9 Prozent plus Mehrwertsteuer.

Fazit

Die Seiten von eBay und Amazon sind die Platzhirsche unter den Verkaufsportalen. Über diese erreichst du die meisten potenziellen Kunden und konkurrierst zugleich mit den meisten Verkäufern. Um Gebühren zu sparen oder besonders fair zu handeln, kannst du die Alternativen ausprobieren.

 

Bildnachweis: Unsplash