Digital-Index 2021: So viel Potenzial haben deutsche Kleinunternehmen

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Da ist noch ordentlich Luft nach oben.

Covid-19 hat vor allem bei Gründer:innen und Kleinunternehmen für einen digitalen Boost gesorgt. Da die meisten Geschäfte während des Lockdowns geschlossen bleiben mussten, nutzten einige die Zeit, um sich digital besser aufzustellen. Die Ergebnisse unseres Small Business Digital-Index 2021 zeigen allerdings, dass viele Micro Businesses ihr Potenzial noch nicht voll ausschöpfen.

Der Digital-Index fragt den Digitalisierungsstand von Kleinunternehmen in Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland ab. Hierzu haben wir 5.104 Unternehmer:innen zu ihrer Einstellung und ihrem Verhalten gegenüber relevanten Digitalisierungsthemen befragt. Anhand der Ergebnisse haben wir den sogenannten „Digi-Score“ entwickelt. Dieser ermöglicht es, Micro Businesses und deren jeweiligen Digitalisierungsstand auf einer Skala von 0 (sehr gering) bis 100 (sehr hoch) einzuordnen. Auf dieser Basis ließen sich die befragten Kleinunternehmen in die Kategorien „Skeptiker“, „Anfänger“, „Gefestigte“ und „Vorreiter“ einteilen.

Digitalisierungs-Potenzial: Jetzt oder nie

Das Ergebnis zeigt: Nach wie vor sind viel zu wenig Kleinunternehmen in Deutschland digital gut aufgestellt. Gerade einmal 20 Prozent gehören laut des Digital-Index zu den digitalen „Vorreitern“. Das bedeutet, sie sind von den Vorteilen der Digitalisierung überzeugt und nutzen bereits eine Reihe an technischen Geräten, Tools und Systemen. Hier ist noch deutlich Luft nach oben! Auffällig ist auch, dass die Zahl der digital „Gefestigten“ mit 39 Prozent zwar etwas höher ist, sich diese Unternehmen aber immer noch zurückhalten, wenn es um Themen wie den digitalen Vertrieb und Marketing geht. Paul Ashcroft, Vice President EMEA bei GoDaddy, bringt es auf den Punkt:

„Deutsche Kleinunternehmen zeigen eine gewisse Trägheit gegenüber digitalem Wachstum sowie eine fehlende Bereitschaft, neue Tools auszuprobieren und den Sprung zum digitalen „Vorreiter” zu wagen. Der Small Business Digital-Index macht deutlich, dass viele die Chancen und Vorteile der Digitalisierung noch nicht erkannt haben.”

Hier steckt noch ordentlich Potenzial drin

Die große Frage ist doch: Woran liegt das? Kaum ein anderes Land verfügt über eine derart gute technische Ausstattung. Und dennoch zählen noch immer 17 Prozent der befragten Micro Businesses in Deutschland zu den digitalen „Anfängern“. Viel erschreckender ist aber, dass satte 27 Prozent die Digitalisierung eher kritisch sehen und dadurch in die Kategorie „Skeptiker“ fallen. Viele haben die zahlreichen Möglichkeiten der Digitalisierung noch nicht erkannt – Potenzial, dass Gründer:innen in anderen Ländern bereits erfolgreich umsetzen. Im direkten Vergleich gibt es in Deutschland mit mehr als zwei Drittel der Befragten zwar mehr „gefestigte“ Unternehmen, dennoch liegen deutsche Micro Businesses mit einem Digi-Score von 42 hinter unseren europäischen Nachbarn Spanien (45) und Italien (44).

Spanien und Italien haben klar die Nase vorn

Beim Thema Digitalisierung können sich deutsche Kleinunternehmen vor allem ein Beispiel an spanischen Micro Businesses nehmen. Dortzulande sind die Unternehmer:innen schon jetzt deutlich offener gegenüber Innovationen und möchten sich digital besser aufstellen. Deshalb können sich auch 28 Prozent der spanischen Kleinunternehmer:innen digitale „Vorreiter“ nennen. Stolze 20 Prozent setzen bereits auf einen eigenen Online-Shop. Zum Vergleich: In Deutschland sind es gerade einmal 15 Prozent.

Auch in Italien spricht einiges für eine höhere Motivation in Sachen Digitalisierung. Viele Kleinunternehmen investieren dort bereits in digitale Marketingtools oder holen sich professionelle Unterstützung zur Etablierung digitaler Lösungen. Wenig überraschend also, dass 24 Prozent der italienischen Micro Businesses bereits digitale „Vorreiter“ sind.

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Digitaler Support – Alles was hilft

Dass die Digitalisierung Unternehmer:innen in der Gründungsphase oder in Kleinunternehmen vor Herausforderungen stellen kann, ist verständlich. Hier können Expert:innen, mit nützlichen Wissen und Hilfestellungen unterstützen. Wie beispielsweise unser #GoTeam: Zusammen mit den erfolgreichen Business-Frauen Stefanie Giesinger, Ann-Katrin Schmitz und Melanie Kieback helfen wir Gründer:innen dabei, eine professionelle Online-Präsenz für ihr Business aufzubauen. Das ist nicht alles: Mit der GoDaddy School of Digital, bieten wir außerdem ein kostenloses Online-Mentoring-Programm, in dem wir kleinen Unternehmen Expert:innen-Wissen vermitteln. Darüber hinaus haben wir hier auf unserem Blog viele hilfreiche Artikel und Tutorials zum Aufbau einer professionellen Online-Präsenz für dich parat. So kannst auch du deinem Business einen digitalen Boost geben.

Der Small Business Digital-Index 2021

Die europaweite Studie wurde von dem Marktforschungsinstitut Kantar im Auftrag von GoDaddy durchgeführt. Insgesamt wurden 5.104 Menschen interviewt, wovon 1.201 der Teilnehmer:innen in Deutschland leben. Die Befragten arbeiten in kleinen Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeiter:innen und sind in Entscheidungspositionen tätig.

 

Der gesamte GoDaddy Small Business Digital-Index 2021 steht hier kostenlos zum Download bereit.

 

Bildnachweis: Unsplash

Franzi hat Medienkommunikation studiert und ist als Senior Marketing Lead im deutschen GoDaddy-Team verantwortlich für die Social Media-Känale und den Blog. Hier kann sie ihr Herzblut für das Online Marketing und das Texten kombinieren und gibt am liebsten kleinen Unternehmen und Startups Tipps und Tricks in den Bereichen Social Media, E-Commerce und WordPress. Franzi setzt sich bei "GoDaddy Women in Technology" für die Gleichberechtigung und Diversität in der Tech-Branche ein.