Drupal vs. WordPress – die CMS-Systeme im Vergleich

Beide Content-Management-Systeme haben Vor- und Nachteile

Weltweit basieren die meisten Websites auf Content-Management-Systemen (CMS). Diese ermöglichen die Website-Betreuung auch durch Anwender ohne Programmierkenntnisse. WordPress ist das mit Abstand meistgenutzte CMS: 64 Prozent aller CMS-basierten Internet-Auftritte fußen auf der Software. Das CMS Drupal hat zwar laut W3Techs nur einen Marktanteil von 2,4 Prozent, punktet dafür jedoch mit eigenen Vorteilen. Schau dir den Vergleich Drupal vs. WordPress an und wähle das CMS für deinen Bedarf aus!

Drupal vs. WordPress im Überblick

Drupal und WordPress sind Open-Source-Projekte. Beide haben ihre Fans und eine Community, die sich bei Problemen gegenseitig hilft. Ob private Website oder großer Onlineshop – du kannst beide CMS kostenlos nutzen und Änderungen nach deinem Bedarf vornehmen. Für die Administration und Verwaltung der Internetpräsenz hast du die Möglichkeit, mehrere Nutzer mit unterschiedlichen Rechten und Rollen anzulegen.

Drupal vs. WordPress – die CMS-Systeme im Vergleich_WordPress

WordPress wurde im Jahr 2003 eingeführt, war ursprünglich für Blogs gedacht und hat sich zur weltweit meistgenutzten Basis für Websites aller Art entwickelt. Design und Funktionen lassen sich mit Vorlagen und Erweiterungen anpassen.

Drupal erschien im Jahr 2000 in der ersten Version. Die Einrichtung des CMS ist leicht, wobei nur die elementaren Bestandteile installiert werden. Im Vergleich zu WordPress ist Drupal mächtiger und komplexer. Es eignet sich zwar auch für einfache Websites, spielt seine Vorteile aber besonders bei anspruchsvolleren Projekten aus. Das Aussehen und die Funktionalität passt du ebenfalls mit Vorlagen und Erweiterungen an deine Bedürfnisse an. Die folgende Tabelle fasst Gemeinsamkeiten und Unterschiede zusammen.

Drupal vs. WordPress Drupal WordPress
Übersicht Open-Source-CMS für Websites und Webapps Open-Source-CMS für Websites und Webapps
Bedienung schwieriger leichter
Anfängerfreundlich nein ja
Für Blogger komplexer per Blogging-Modul ideal für Blogger
Am besten geeignet für komplexe Websites und Enterprise-Lösungen kleine Webprojekte, aber auch große sind möglich
Marktanteil CMS 2,4 % 64 %
Offizielle Website www.drupal.org www.wordpress.org

Drupal vs. WordPress: Vorteile im Vergleich

Drupal bietet mehr Flexibilität und Sicherheit als WordPress:

  • Die einzelnen Seiten werden mit benutzerdefinierten Inhaltsarten erstellt, das ist flexibler als die Unterscheidung zwischen Beiträgen und Seiten wie in WordPress. Datenstrukturen wie Artikel, News, Produkte, Blogposts und Events sind möglich.
  • Drupal ist ein Content Hub. Daten werden nicht nur in einer Datenbank gespeichert, sondern können auch flexibel bearbeitet werden.
  • Tausende Zusatzmodule sind mit wenig bis gar keinem Programmieraufwand einsatzbereit und es können kundenspezifische Module gebaut werden.
  • Dank der enormen Skalierbarkeit nutzen stark frequentierte Websites wie Teslamotors und Menshealth das CMS.
  • Es gibt ein integriertes Zugriffskontrollsystem, das du flexibel an die Anforderungen in deinem Team anpasst. WordPress hat hingegen fünf Benutzerrollen.
  • Der Kern der Software unterstützt bereits Mehrsprachigkeit, bei WordPress musst du dafür ein Drittanbieter-Plugin installieren.
  • Das Taxonomiesystem punktet mit mehr Flexibilität und eignet sich hervorragend für das Jonglieren mit vielen Inhalten.
  • Ein dediziertes Sicherheitsteam schließt Sicherheitslücken und gewährleistet so einen hohen Schutz.
  • Für die Suchmaschinenoptimierung gibt es Zusatzmodule wie Blazy für das Lazy Loading und SEO Yoast für die Real-Time-Analyse der Inhalte.
  • Mit professioneller Unterstützung sind hoch individualisierte Websites und Onlineshops möglich, die genau auf deine individuellen Anforderungen zugeschnitten sind.

WordPress ist für Anfänger einfacher als Drupal:

  • Dank der hohen Nutzerfreundlichkeit kannst du ohne Erfahrung und Programmierkenntnisse schnell loslegen und eine optisch ansprechende Website oder einen Onlineshop auf die Beine stellen.
  • Updates sind mit wenigen Klicks durchführbar.
  • WordPress-Websites lassen sich mit den Erweiterungen an die eigenen Anforderungen anpassen; für die richtige Auswahl musst du recherchieren und die Funktionen ausprobieren.
  • Ein ansprechendesDesign ist mit den vielen Vorlagen (Themes) leicht zu finden.
  • WordPress lässt sich mit Erweiterungen wie Yoast gut für die Suchmaschinen optimieren (SEO).

Drupal vs. WordPress: Zusammenfassung

Beide CMS haben Vor- und Nachteile. Drupal eignet sich ideal für komplexe Projekte, E-Commerce und sehr individuelle Internetauftritte. WordPress ist für kleine Websites, Blogs und auch für Onlineshops geeignet. Eine besonders einfache Alternative ist unser Homepage-Baukasten, mit dem du schnell eine moderne und für Mobilgeräte optimierte Website erstellst.

 

Bildnachweis: Unsplash

Franzi hat Medienkommunikation studiert und ist als Senior Marketing Lead im deutschen GoDaddy-Team verantwortlich für die Social Media-Känale und den Blog. Hier kann sie ihr Herzblut für das Online Marketing und das Texten kombinieren und gibt am liebsten kleinen Unternehmen und Startups Tipps und Tricks in den Bereichen Social Media, E-Commerce und WordPress. Franzi setzt sich bei "GoDaddy Women in Technology" für die Gleichberechtigung und Diversität in der Tech-Branche ein.