10 Tipps für die Erstellung einer vertrauenswürdigen Webseite

Daran solltest du denken, wenn du deine Webseite kommerziell nutzen möchtest

Vertrauen ist alles. Das gilt vor allem für eine Internetpräsenz – und im besonderen Maße trifft es auf Webseiten zu, die du geschäftlich nutzen möchten: Sei es als Visitenkarte für dein Unternehmen, sei es als Informationsplattform für Serviceangebote/Downloads oder als Online-Shop, mit dem du Produkte oder Dienstleistungen vertreiben möchtest.

Wer wird eine Webseite besuchen wollen:

  • bei der man den Anbieter bzw. Betreiber nicht eindeutig identifizieren kann?
  • bei der man sich unter Umständen mit Schadware infiziert?
  • bei der man nicht sicher sein kann, dass persönliche Daten vertrauensvoll behandelt werden – Stichwort Datenschutz?

Möchtest du, dass Besucher deiner Webseite vertrauen, dann sollte du bei der Einrichtung deiner Webpräsenz auf folgende Punkte unbedingt achten:

Tipp 1 – Verwende einen vertrauensvollen Namen

Es mag banal klingen, aber das Vertrauen in eine Webseite fängt bereits beim Domainnamen an. Interessenten sehen in den Suchergebnissen neben einem Title und einer Deskription vor allem eins: eine URL. Diese URL muss so vertrauensvoll sein, dass sie diese auch anklicken.

  • Wenn du deine Webseite geschäftlich nutzt, solltest du deshalb einen möglichst kurzen, einfachen und vor allem aussagekräftigen Domainnamen wählen.
  • Betreibst du bereits ein Unternehmen? Dann solltest du deinen Unternehmensnamen möglichst auch für deine Webpräsenz nutzen. Auf diese Weise kannst du von der Reputation deiner Marke auch im Internet profitieren. Man wird dich zum Beispiel sehr viel schneller finden.
  • Möchtest du einen Online-Shop einrichten, denn solltest du bereits über die URL deutlich machen, dass es sich bei deiner Seite um einen Online-Shop und nicht um die Imageseite deines Unternehmens handelt. Zum Beispiel: www.DEIN-UNTERNEHMEN-Shop.de oder nutze die .online Domainendung.

Selbstverständlich kannst du auch für spezielle Produkte, ganze Produktbereiche oder Marken eine eigene Internetpräsenz einrichten. Mache jedoch immer deutlich, zu welchem Unternehmen das Produkt, der Produktbereich bzw. die Marke gehören. Du kannst dafür zum Beispiel ein spezielles Logo, Label oder Piktogramm entwickeln, das du auf der entsprechenden Seite platzierst. Stelle möglichst einfach dar, wie diese spezielle Seite zu deinem Unternehmen gehören, zum Beispiel: XY ist eine Marke der … (Ihr Unternehmen).

Tipp 2 – Wähle eine vertrauensvolle Domainendung

Unterschätze nicht, welche Bedeutung die Domainendung für die Reputation deiner Webseite haben kann. Die länderspezifische .DE-Domain ist in Deutschland die mit Abstand am häufigsten genutzte Domainendung und ideal, wenn du vorwiegend einen deutschen Personenkreis adressieren möchtest. Für international agierende Unternehmen (aber auch für normale Business-Webseiten) ist die .COM-Domain ebenfalls eine hervorragende Wahl. Sie gilt weltweit als die Business-Domainendung schlechthin.

Mit der Einführung der neuen Domainendungen hat sich das Spektrum der Möglichkeiten beträchtlich erweitert. Insbesondere beschreibende Domainendungen wie: .SHOP, .ONLINE, .COMPANY oder .KAUFEN erfreuen sich wachsender Beliebtheit und eignen sich hervorragend für E-Commerce-Webseiten.

Abbildung - Domainnamensuche mit GoDaddy

Diese und viele weitere Domainendungen finden Sie bei GoDaddy

Einige spezifische Domains können dir aber auch besondere Sicherheiten bieten, da sie an anspruchsvolle Vergaberichtlinien gebunden sind: Zum Beispiel die .XXX-Domain.

  • Diese Domain kann ausschließlich von professionellen Erotikanbietern genutzt werden. Bei der Vergabe muss der Anbieter ein entsprechendes Gewerbe nachweisen.
  • Die Webseite, für die ein XXX-Domainnamen beantragt wird, wird standardmäßig auf das Vorhandensein von Malware überprüft. Das bietet deinen Kunden zusätzliche Sicherheit und schafft Vertrauen in einem Umfeld, das weltweit ein beliebter Tummelplatz zum Einschmuggeln von Malware ist.

Tipp 3 – Binde ein SSL-Zertifikat ein

Bei einer Verkaufsseite müssen Besucher bereit sein, sensible Daten wie z.B. Kundendaten, Bankverbindungen etc. einzugeben. Deine Kunden werden das nur tun, wenn sie die Identität deiner Seite überprüfen können. Die Einbindung eines SSL-Zertifikats ist eine hervorragende Möglichkeit dafür. Anhand des Zertifikats haben deine Besucher die Möglichkeit, die „Echtheit“ deiner Seite zu checken und können diese sicher von möglichen „Nachahmer-Webseiten“ unterscheiden.

Abbildung - SSL-Zertifikate von GoDaddy

https://de.godaddy.com/web-security/ssl-certificate

Tipp 4 – Verschlüssel die Verbindung zu deiner Webseite über https

Insbesondere der Zugang zu sensiblen Website-Bereichen wie z.B. Formularfelder, zum Bestellprozess oder zu Bezahlfunktionen sollte verschlüsselt erfolgen, damit diese nicht von unbefugten Personen abgefangen werden können. Die Verbindung zu einer mit einem SSL-Zertifikat versehenen Seite ist grundsätzlich verschlüsselt. Deine Kunden erkennen das an dem HTTPS-Protokollhinweis in der Adresszeile im Browser. Zudem schützt du deine Seite vor Abstrafungen, denn unverschlüsselte Webseiten, auf denen Passwörter, Bankverbindungen oder Kreditkarteninformationen abgefragt werden, werden seit 2017 in vielen Browsern als „unsicher“ gekennzeichnet. Ein weiterer Vorteil: Verschlüsselte Webseiten erhalten vom Google- Suchalgorithmus zudem einen Extrabonus bei der Bewertung.

Tipp 5 – Gestalte Preise übersichtlich und transparent

Ein sehr sensibles Thema sind Preise und Preisinformationen, denn sie haben eine große Signalwirkung auf deine Besucher. Sorge für Transparenz! Preise, Steuern, Versandkosten sowie sonstige Zusatzkosten wie z.B. Zölle etc. sollten immer gut sichtbar und übersichtlich gestaltet sein.

Tipp 6 – Biete alternative Bezahlsysteme und Versandoptionen an

Wenn es ums Bezahlen geht, haben Kunden oft unterschiedliche Präferenzen. Einige Kunden würden nie die Kreditkartennummer online preisgeben, andere bevorzugen nach wie vor das Lastschriftverfahren, wieder andere ein Online-Bezahlsystem wie PayPal, ClickandBuy oder ein anderes. Genauso verhält es sich beim Thema Versandoptionen.

Lege dich möglichst nicht auf eine einzige Bezahl- und/oder Versandmethode fest, sondern gib deinen Kunden die Möglichkeit der Wahl. Deine Kunden werden dir die Freiheit mit größerem Vertrauen danken.

Tipp 7 – Nutze das Feedback deiner Kunden

Gib deinen Kunden und Besuchern die Möglichkeit, deine Produkte und Dienstleitungen zu bewerten und binde Bewertungs-Tools auf deiner Webseite ein. Nichts ist überzeugender, als echte Urteile von Kunden, besonders dann, wenn sie positiv ausfallen. Kundenfeedback ist der beste Multiplikator.

Hüte dich jedoch vor dem Einsatz von „gefakten“ Bewertungen, die du zum Beispiel selbst verfasst oder von Freunden bzw. Bekannten erstellen lässt. Du schadest dir damit selbst. Kunden haben oft ein erstaunliches Gespür dafür, ob eine Bewertung „echt“ ist oder nicht. Fake-Bewertungen können, insbesondere dann, wenn sie sich herumsprechen, die Reputation einer E-Commerce-Seite nachhaltig zerstören.

Tipp 8 – Melde dich bei unabhängigen Bewertungsportalen an

Wenn du hohen Wert auf authentische Kundenbewertungen legst, kannst du deine Seite auch bei einem unabhängigen Bewertungsdienstleister wie zum Beispiel TRUSTPILOT oder Ekomi anmelden und deine Kunden dazu animieren, Bewertungen über diese Portale vorzunehmen. Der entsprechende Dienstleister sammelt und überprüft die Bewertungen und stellt dir die Bewertungen für deine Webseite zur Verfügung.

Tipp 9 – Werte deine Webseite durch ein Qualitätszertifikat auf

Eine weitere Möglichkeit zur Aufwertung deiner Webpräsenz sind Qualitätszertifikate. Insbesondere für E-Commerce-Seiten und Online-Shops gibt es eine Reihe renommierter Gütesiegel, wie zum Beispiel: Trusted Shop, TÜV Süd safer-shopping, SICHER ONLINE KAUFEN oder andere, deren Vergabe zum Teil an strenge Richtlinien gebunden ist. Da das Zertifikat in der Regel nicht selbsterklärend ist, sollte es klickbar sein und mit Informationen zum entsprechenden Zertifikat insbesondere den Vergaberichtlinien hinterlegt werden.

Tipp 10 – Impressum und Geschäftsbedingungen

Last, but not least: das Impressum und deine Geschäftsbedingungen. Diese beiden Punkte sind ein unverzichtbares Muss für jede geschäftlich genutzte Webseite. Ansonsten läufst du Gefahr, gegen das Bundesgesetz des unlauteren Wettbewerbs (UWG) Art. 3 zu verstoßen.

§ 3 (2) – Verbot unlauterer geschäftlicher Handlungen
Geschäftliche Handlungen, die sich an Verbraucher richten oder diese erreichen, sind unlauter, wenn sie nicht der unternehmerischen Sorgfalt entsprechen und dazu geeignet sind, das wirtschaftliche Verhalten des Verbrauchers wesentlich zu beeinflussen.

Weitere Informationen zum Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb finden Sie auf dejure.org/gesetze/UWG/Anhang

Wenn du Produkte und/oder Dienstleistungen über deine Webseite vertreibst, solltest du darüber hinaus allgemeine Geschäftsbedingungen erstellen und diese deinen Kunden und Interessenten zugänglich machen. Im Internet findest du eine Reihe von vorgefertigten Vertragsvorlagen, die du dafür nutzen kannst. Zur Sicherheit solltest du dich dabei aber von einem Anwalt beraten lassen.

Fazit zum Thema: Vertrauenswürdige Webseite

Das sind sie, die 10 wichtigsten Tipps, die du bei der Erstellung einer vertrauenswürdigen Webseite beachten solltest. Berücksichtige diese Tipps insbesondere dann, wenn du deine Internetpräsenz kommerziell nutzen möchtest. Denke immer daran: Das Vertrauen deiner Website-Besucher ist dein wichtigstes Kapital!

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