Clubhouse: Was steckt hinter der Social-App und warum wird sie so gehypt?

Das nächste große Ding?

Du hast von deinen Freunden oder Bekannten noch keine Einladung zur App bekommen? Keine Sorge, das klappt auch so. Wir zeigen dir, was die App Clubhouse beinhaltet und warum der Hype so groß ist.

Wir alle sind bestimmt schon einmal in einen Hype-Strudel geraten – haben über Instagram oder Twitter von „dem nächsten coolen Ding“ Wind bekommen oder Freunde aus der Community haben uns schon lange bevor wir es kannten, Trend-Prognosen entgegengebracht. Die App Clubhouse ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie aktuell Hypes kreiert werden. Wenn wir uns die App mal genauer anschauen, so zeigt sich schnell, dass der Hype eine fundierte Basis hat, denn alles, was wir dort sehen, scheint erst einmal sehr innovativ zu sein.

Clubhouse ist eine Audio-only-App, bei der du in Gesprächsrunden wie in einem Live-Podcast zuhören- und/oder mitdiskutieren kannst.

 

Und das Neue daran: Keine Kommentare, keine Likes und keine Kameras. Wer mitmachen will, der braucht eine Einladung von einem Freund.

Social-App Clubhouse- Was ist die App und warum wird sie so gehypt_App

Clubhouse beitreten?

Willst du gelten, mach dich selten? So oder so ähnlich funktioniert aktuell auch (noch) das Konzept bei Clubhouse. Denn ohne Einladung hast du aktuell keine Chance, dem neuen Social Media-Hype beizutreten. Für Android-User ist die App aktuell sogar nicht einmal verfügbar (Stand 18. Januar 2021). Was aber Hoffnung gibt: Im letzten Jahr sind die Nutzerzahlen der App bereits so rasant gestiegen, dass ein Zugang für alle immer wahrscheinlicher wird.

Und das ist Clubhouse

  • Eine Social Media-App auf Basis von Audio.
  • iOS-only.
  • Der Zugang ist nur per Einladung möglich.
  • Aktuell auf 100 Milliarden Dollar bewertet, als gerade einmal 1500 User registriert waren.

Wie kannst du Clubhouse beitreten? 

Zunächst solltest du dir die App Clubhouse im App-Store downloaden. Das ist wie gesagt leider noch nicht alles, denn du musst von einem bereits registrierten Nutzer zusätzlich zum Beitreten eingeladen werden. Diese Einladung erfolgt über deine Telefonnummer, die du bei der Registrierung angeben musst. Wenn du dich also bei Clubhouse registrierst, solltest du darauf achten, die gleiche Telefonnummer zu verwendest, an die auch die Einladung zur App erfolgt.

Wie funktioniert Clubhouse?

Der Austausch in der App findet in Räumen statt. Jeder Nutzer kann jederzeit einen bestimmten Raum betreten oder auch seine eigenen Räume eröffnen. Es ist auch möglich, geschlossene Räume zu erstellen, wo nur bestimmte Nutzer (Freunde) hinzugefügt werden können. Dort sind die Rollen wie folgt verteilt:

  • Moderatoren: Sie sind Diskussionsführer*innen, indem sie User einladen und zu Speakern, wie bei einem Vortrag, werden lassen. Sie haben aber auch die Möglichkeit die User wieder von ihren „Speaker-Posten“ zu entfernen.
  • Sprecher: Werden von den Moderator*innen dazu eingeladen, eine Art Vortrag, Wortbeitrag oder die Führung einer bestimmten Diskussion zu übernehmen.
  • Zuhörer: Sind an der Diskussion unbeteiligt. Sie hören einfach nur zu und lassen sich von den Themen und Argumenten der Sprecher inspirieren. Jeder User, der einen bestimmten Raum betritt, kann die Diskussion live verfolgen. Ein virtuelles Handzeichen ist auch möglich. Dies signalisiert den Moderator*innen, dass man sich gerne an der Diskussion aktiv beteiligen möchte.

Du hast auch die Möglichkeit, Diskussionsrunden zu planen. So können sich deine potentiellen Teilnehmer Zeit dafür nehmen und sich auf die Diskussion vorbereiten. Die Kalenderansicht gibt die Möglichkeit zu sehen, welche Räume geöffnet sind, welche Termine/Veranstaltungen bevorstehen und was besonders interessant sein könnte.

Nice-to-know: In deinem Profil wird angezeigt, wer dich zu Clubhouse eingeladen hat. Es gibt also gute Gründe, deine Invites mit Sorgfalt zu verteilen. Wer besonders aktiv ist, kann sich zusätzliche Invites verdienen. In deinem Profil hast du die Möglichkeit, persönliche Informationen über dich zu teilen. Es macht Sinn Angaben über

  • deinen Beruf
  • deine Vision(en)
  • dein Know-how
  • deine Hobbies
  • deinen Standort

in deiner Profilbeschreibung bekannt zu geben. So haben andere User einen besseren Überblick über dich als Person, deine Fähigkeiten und deine Überzeugungen und können sich individueller auf deine Interessen und Projekte fokussieren. Du kannst auch deine weitere Social Media-Kanäle teilen, sodass die User dich auch auf anderen Plattformen erreichen können.

Du hast außerdem die Möglichkeit, sogenannten „Clubs“ zu bestimmten Themen beizutreten, die eine ähnliche Funktion haben wie z.B. Facebook-Gruppen – nur eben audiobasiert.

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Die neue Trend-App Clubhouse ist jetzt auch in Deutschland angekommen.

Wie ist Clubhouse zu einem Hype geworden?

Prominente wie z.B. Oprah Winfrey und Drake sind der Social-App relativ medienwirksam beigetreten und sorgen somit dafür, dass sich weltweit viele Menschen wünschen, auch ein Teil des Clubs zu sein. Da die App aktuell noch verhältnismäßig wenig User hat, sind die Chancen recht groß, auch einem Promi in einem Raum über den Weg zu laufen.

Was aber den eigentliche Hype der App ausmacht ist, dass nicht unbedingt bekannte Persönlichkeiten Moderator*innen eines Raum sind, sondern meist Expert*innen aus einem bestimmten Bereich, die ein hohes Maß an Fachwissen und Know-how aufweisen. Laut New York Times verfügen sie über ein überdurchschnittliches Talent im Bereich Moderation. Die besten von ihnen haben exzellente Fähigkeiten im Bereich Podcast-Hosting und Community-Management.

Die Frage aller Fragen ist aktuell, ob und wann Clubhouse für alle frei zugänglich wird? In einem offiziellen Statement der Gründer Davision und Seth werden bereits diese beiden Punkte angekündigt. Wann genau es aber soweit sein wird, kann aktuell noch nicht genannt werden. Aktuell befindet sich Clubhouse aber noch in der Phase, wo sie so viel User-Wünsche und Feedback sammeln, wie nur geht. Clubhouse will sich dann stetig erweitern und entwickeln. Letztendlich ist es aber wie mit allem:

Limitation schafft Hype.

Somit passt auch die Kommunikation, keinen Termin für den bereiten Zugang zu nennen, genau in die Strategie der beiden Gründer.

 

Bildnachweis: Unsplash

Franzi hat Medienkommunikation studiert und ist als Senior Social Media und Content Managerin im deutschen GoDaddy-Team verantwortlich für die Social Media-Känale und den Blog. Hier kann sie ihr Herzblut für Online Marketing und Texten verwirklichen und gibt am liebsten kleinen Unternehmen und Startups Tipps und Tricks in den Bereichen Social Media, Online-Shop und WordPress. Sie setzt sich bei "GoDaddy Women in Technology" für die Gleichberechtigung und Diversität in der Tech-Branche ein.