IP-Adresse finden: Was ist das und wozu ist sie gut?

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Die eigene und andere IP-Adressen finden.

Ohne IP-Adressen würde der Datenaustausch im Internet nicht funktionieren. Sie sind eindeutige Adressen von Endgeräten, die den Empfang von Datenpaketen ermöglichen. Lern jetzt alles Wissenswerte über das Thema „lokale IP-Adresse finden“ und die aktuelle IP Adresse finden und erfahre, wie du deine herausfindest! Eine lokale Adresse, öffentliche IP und öffentliches WLAN muss man differenziert betrachten.

Was ist eine IP-Adresse?

Eine eigene IP-Adresse (Internet-Protokoll-Adresse) ist eine Adresse in einem Computernetzwerk, die das verbundene Gerät eindeutig identifiziert. Das Internetprotokoll beinhaltet eine Reihe von Regeln zur Formatierung der IP-Adressen. Sie werden in einer Vierergruppe von Zahlen zwischen 0 und 255 dargestellt. Es ist also eine IP-Adresse zwischen 0.0.0.0 bis 255.255.255.255 möglich. Dies gilt für den IPv4-Adressraum mit 32 Bit.

Mit IPv6 existiert bereits seit 1998 ein neues Protokoll mit 128-Bit-Adressen wie 2021:0ca8:81v3:23d3:2339:2a4e:0370:7344. Die Migration nach IPv6 findet statt, jedoch sehr langsam. Es gibt auch noch veraltete Protokolle mit 32-Bit-IP.

Dein WLAN-Router erhält für den Internetzugang von deinem Internetprovider eine IP, diese ändert sich meist alle 24 Stunden. Den mit dem Router verbundenen Geräten wie Smartphone und Laptop werden vom Router in der Grundeinstellung eine dynamische IP-Adresse zugewiesen. Dynamische Adressen ändern sich bei jeder neuen Verbindung. Alternativ kannst du in den Router-Einstellungen eine statische IP-Adresse vergeben.

Wozu wird eine eigene IP-Adresse gebraucht?

Jedes mit einem Computernetzwerk verbundene Gerät verfügt über solch eine Adresse – sowohl im lokalen Netzwerk als auch im Internet. Die IP-Adresse dient der Kommunikation zwischen den Geräten und der Unterscheidung zwischen Routern, Computern und Websites. Sie bilden die Grundlage für den Datenaustausch, informieren über die geografische Region und sind ein wichtiger Bestandteil des Internets. Die Standortlokalisierung nutzen Websites und Dienste unter anderem für angepasste Werbung, Spracheinstellungen und ebenso zur Begrenzung der Zugriffsrechte. Aufgrund dieser Information siehst du zum Beispiel in der Mediathek des ZDF während deines Auslandsurlaubs nicht den gewünschten Film, sondern: „Aus rechtlichen Gründen kann dieser Beitrag nur in Deutschland gezeigt werden.“

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Eine IP-Adresse werden unter anderem zur Zugriffsbegrenzung eingesetzt.

Wer vergibt die Adressen im Internet?

Im Internet erstellt die IANA (Internet Assigned Numbers Authority) die IP automatisch und weist diese zu. Die IANA ist eine Abteilung der ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers). Wenn du für deine Website eine Domain registrierst, wird diese von der ICANN registriert und im Domain-Name-Register eingetragen.

Wie funktioniert der Datenaustausch zwischen IP-Adressen?

Das Internetprotokoll gibt die Regeln für die Kommunikation vor, der Ablauf erfolgt über folgende Schritte:

  1. Dein Gerät (zum Beispiel Laptop oder Smartphone) verbindet sich mit einem Netzwerk (meist dein WLAN-Router) und über deinen ISP (Internet Service Provider) mit dem Internet.
  2. Der ISP weist dem Router oder bei mobiler Verbindung dem Smartphone dynamisch eine IP zu.
  3. Sämtlicher Datenaustausch erfolgt über diese Adresse.
  4. Meist ist die IP dynamisch und ändert sich zum Beispiel beim Neustarten des Routers.

Die verschiedenen IP-Adressen-Arten

Es gibt verschiedene Arten von IPs. Im privaten Netzwerk des Routers vergibt dieser eine private, eigene IP-Adresse, über diese können alle Geräte im Netzwerk miteinander kommunizieren. Für den Datenaustausch mit dem Internet verfügt der Router über eine öffentliche IP-Adresse.

Dabei wird weiter zwischen einer dynamischen und statischen IP-Adresse unterschieden: Dynamische IPs ändern sich regelmäßig – das spart den Providern Kosten und erhöht zugleich die Sicherheit, da deine Geräte ständig über eine andere Adresse erreichbar sind. Statische IPs ändern sich nicht, diese sind zum Beispiel für Unternehmen mit eigenem Server sinnvoll.

Deine Website kann ebenfalls über zwei Arten von IPs erreichbar sein, am weitesten verbreitet sind Web-Hosting-Pakete: Dabei teilen sich mehrere Websites die Ressourcen eines Servers und verwenden eine gemeinsam genutzte IP-Adresse. Für Privatpersonen und KMU sind diese Pakete meist die richtige Wahl. Anspruchsvollere Nutzer können eine fest zugeordnete IP-Adresse buchen. Dies ermöglicht unter anderem den Betrieb eines eigenen FTP-Servers und den Website-Zugriff direkt über die IP-Adresse.

Wie lautet meine IP-Adresse?

Um deine aktuelle öffentliche IP herauszufinden, sind zahlreiche Websites hilfreich, zum Beispiel WhatIsMyIP.com. Diese zeigen dir die öffentlich sichtbare IP-Adresse an. Wenn du mit Laptop über deinen WLAN-Router mit dem Internet verbunden bist, siehst du also die öffentliche Adresse deines Routers.

Tipp: Mit einem VPN-Zugang kannst du deine öffentliche IP-Adresse und deinen Standort verschleiern und deine Privatsphäre besser schützen. Es gibt einige VPN-Dienste am Markt.

Deine private oder kurz IP-Adresse findest du in verschiedenen Windows-Versionen, Linux oder macOS über die Eingabeaufforderung heraus:

  • Das sind die verschiedenen Windows-Versionen: In Windows 7, Windows 8 und Windows 10 öffnest du die Startleiste und die Anwendung „Ausführen“. Dort gibst du „cmd“ gefolgt von der Enter-Taste ein. Damit startet die Eingabeaufforderung. Hier trägst du wiederum den Befehl „ipconfig“ ein, woraufhin dir unter anderem unter dem Punkt „IPv4-Adresse“ deine private IP-Adresse angezeigt wird.
  • In macOS öffnest du die Systemeinstellungen und das Netzwerk. Dort siehst du dann die aktiven Netzwerkverbindungen mit den IP-Adressen.
  • In Linux-Distributionen öffnest du das Terminal mit der Tastenkombination „Strg+Alt+T“ und fragst IP-Adressen mit dem Befehl „ifconfig“ ab. Diese wird neben dem Tag „inet“ angezeigt.

Die eigene IP-Adresse kannst du beispielsweise verwenden, um dich in deinem Heimnetzwerk mit anderen Geräten zu verbinden und Daten auszutauschen.

Wie ermittle IP-Adressen einer Website oder eines anderen Dienstes?

Die IP-Adressen anderer Websites findest du einfach über die Kommandozeile deines Betriebssystems heraus. Öffne in Windows 10, macOS oder Linux die Eingabeaufforderung bzw. das Terminal und trage den Befehl „ping www.NameDerWebsite.de“ ein. Dir werden die IP-Adresse und der erfolgreiche Versand und Empfang von Datenpaketen angezeigt.

Hinweis: Der DNS (Domain-Name-Service) funktioniert wie ein Telefonbuch. Der Dienst verknüpft Domainnamen mit IP-Adressen. Immer, wenn du einen Domainnamen in der Adresszeile des Browsers einträgst, wird die IP-Adresse vom DNS erfragt und der Datenaustausch kann beginnen.

Zusammenfassung

Eine Internet-IP-Adresse ist eine virtuelle Adresse, die mit dem Internet verbunden ist. Sie identifizieren Geräte in Computernetzwerken eindeutig und sind für den Datenaustausch notwendig. Es wird zwischen privaten und öffentlichen sowie dynamischen und statischen IP-Adressen unterschieden. Möchtest du deine öffentliche Adresse, externe IP-Adressen oder die lokale IP-Adresse finden, ist der einfachste Weg über Websites wie zum Beispiel WhatIsMyIP.com als letzten Schritt. In Windows, Linux oder macOS findest du deine virtuelle Adresse mit Eingabeaufforderungen oder unter den Systemsteuerungen heraus.

 

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Franzi hat Medienkommunikation studiert und ist als Senior Social Media und Content Managerin im deutschen GoDaddy-Team verantwortlich für die Social Media-Känale und den Blog. Hier kann sie ihr Herzblut für Online Marketing und Texten verwirklichen und gibt am liebsten kleinen Unternehmen und Startups Tipps und Tricks in den Bereichen Social Media, Online-Shop und WordPress. Sie setzt sich bei "GoDaddy Women in Technology" für die Gleichberechtigung und Diversität in der Tech-Branche ein.