Kaputter Heinrich: Eine Eckkneipe mit Gründerzeit-Charme

"Kaputter Heinrich" in Berlin Moabit

Unser treuer Kunde Harald Hesse, der über GoDaddy seine Website hostet, hat im Rahmen unserer Berlin-Kampagne weitere Kunden getroffen und sich mit ihnen über ihr kleines Unternehmen unterhalten. Über hundert Jahre gibt es die Eckkneipe „Kaputter Heinrich“ in der Rathenower Straße 49 in Moabit. Für die Nachbarschaft im Kiez ist sie wie ein zweites Wohnzimmer, für Touristen ein Berliner Original mit lockerer Atmosphäre.

Die traditionelle Berliner Eckkneipe hat einen schweren Stand. Seit Jahren droht der im Volksmund auch „Stampe“ genannten Institution der Untergang. Von den einst über 20.000 Gasthäusern ist mittlerweile weniger als die Hälfte übrig geblieben. Angesichts dieser Entwicklung verwundert es nicht, dass in den Hauptstadtmedien in schöner Regelmäßigkeit das traurige Lied vom Kneipensterben angestimmt wird. Doch allen Unkenrufen zum Trotz, es gibt sie noch, die typischen Berliner Gasthäuser. Beispielsweise in der Rathenower Ecke Perleberger Straße in Moabit. Hier befindet sich seit 1906 die Eckkneipe „Kaputter Heinrich“, dessen uriges Ambiente ein Hauch von Geschichte durchweht.

Kaputter Heinrich Eine Eckkneipe mit Gründerzeit-Charme Axel Gehler
Axel Gehler betreibt mit Lebensgefährtin Uschi den „Kaputten Heinrich“.

So stammt das imposante, mit Intarsien und Schnitzereien versehene Rückbuffet – aus dunkel gebeiztem Mahagoni – noch aus der Gründerzeit. Auch die über dem Durchgang zum Nebenraum eingelassene Werbung „Schultheiss Patzenhofer“ erinnert an längst vergangene Zeiten: 1920 war Schultheiss die größte Lagerbierbrauerei der Welt, als sie mit der Brauerei Patzenhofer zur Schultheiss-Patzenhofer Brauerei AG fusionierte. Danach wurden die brauereieigenen Wirtshäuser mit Werbetafeln wie die im „Kaputten Heinrich“ ausgestattet, um den neuen Doppelnamen als Marke zu etablieren.

Kaputter Heinrich: Wider dem hippen Schick 

Deshalb hat man, sobald man die Eckkneipe „Kaputter Heinrich“ betritt, auch das Gefühl, die Zeit wäre stehen geblieben. Alles wirkt recht entspannt, wenig prätentiös, bodenständig, gemütlich und geradezu familiär. Obwohl Moabit mitten in der Stadt liegt, hat man hier rein gar nichts mit dem hippen Schick der Bars und Restaurants aus Berlin-Mitte am Hut.

„Unser Publikum ist so bunt wie Berlin!“

Das sagt Axel Gehler, der das Lokal zusammen mit seiner Lebensgefährtin Uschi seit dem 24. August 2018 führt.

Kaputter Heinrich Eine Eckkneipe mit Gründerzeit-Charme

Um zu verstehen, was der Neu-Wirt mit dem bunten Publikum meint, muss man allerdings nicht gleich die ganze Hauptstadt ins Visier nehmen. Ein kurzer Blick vor die Tür des Traditionshauses reicht vollkommen, um die für Berlin so typische Mischung zu erkennen:  Zwischen Altbauten stehen vereinzelt Gebäude aus der Nachkriegszeit mit Mietwohnungen vom ersten Stockwerk an aufwärts und Geschäften im Parterre – hier ein arabischer Obst- und Gemüsehandel, dort eine auf orientalische Backwaren und Kuchen spezialisierte Konditorei, gegenüber ein Zeitungskiosk, eine „nah & gut“-Filiale, einige Friseure, zwei Backshops, eine Apotheke und vieles mehr. Im näheren Umfeld finden sich zudem viele Hotels und Pensionen, die Touristen beherbergen, welche sich dann im „Kaputten Heinrich“ unter die Stammgäste mischen.

Sozialer Kitt, den ein Kiez braucht

Mit Stammgästen sind nicht solche gemeint, die quasi zum Inventar der Kneipe zählen, weil sie gefühlt jeden Tag von morgens bis abends auf demselben Hocker am Tresen sitzen und ein Bier nach dem anderen trinken. Nein, hier begegnet man einem gemeinschaftlichen Miteinander aus jungen und alteingesessenen Berlinern, aus Arbeitern und Akademikern, Auszubildenden und Arbeitslosen, Rentnern und Zugereisten aus dem In- und Ausland. Kurzum, das gemischte Publikum liefert ein authentisches Bild der Gesellschaft in Moabit. Anders gesagt: Diese Berliner Eckkneipe ist der soziale Kitt, den ein Kiez oder auch eine Stadt braucht.

Axel Gehler und seine Uschi sind mit Herz und Blut Wirtsleute. Ihre neue Rolle bekleiden sie zwar erst seit wenigen Monaten, aber Erfahrung mit der Gastronomie haben beide, berichtet Gehler:

„Bei mir ist das schon einige Zeit her. Doch wer einmal in einer Kneipe gearbeitet hat, der kann es einfach, das vergisst man nicht. Meine Lebensgefährtin ist dagegen schon über 40 Jahre in dem Geschäft, die letzten sechs davon sogar hier im ‚Kaputter Heinrich‘.“

Und beide legen sich so richtig ins Zeug, damit es ihren Gästen – ob Stamm- oder Laufkundschaft – auch gefällt und sie sich wohlfühlen. Axel Gehler steht fünf Tage die Woche hinterm Tresen, er übernimmt die Spätschicht bis Mitternacht; Uschi kümmert sich dagegen um die Küche. Dazu Gehler: „Wir servieren ab 9 Uhr Frühstück – großes, kleines, Strammer Max und mehr –, einen typischen Berliner Mittagstisch mit Schnitzel und Bratkartoffeln, Kohlrouladen, Gulasch oder Hühnerfrikassee und am Abend Snacks, also Bockwurst, Bouletten oder auch Currywurst Pommes.“ Ihr „Kaputter Heinrich“ bietet auf 147 Quadratmetern Platz für rund 60 Gäste, im Außenbereich kommen bei schönem Wetter noch einmal 24 Plätze dazu.

Kaputter Heinrich: Alles andere als Spaßverderber

Die Eckkneipe in der Rathenower Straße 49 hat aber nicht nur Speis und Trank und Atmosphäre zu bieten, auf drei Großleinwänden werden alle Bundesliga- und UEFA Champions League-Spiele über Sky, Eurosport 1 und Eurosport 2 gezeigt.

Kaputter Heinrich Eine Eckkneipe mit Gründerzeit-Charme Biertheke
Hausherr Axel in seinem Element: Bier zapfen für seine Kunden

Einer der Kneipenräume ist sogar Hertha-Fans vorbehalten. Dann wehen am Kneipeneingang auch schon mal die Vereinsfarben der „Alten Dame“, wie Hertha BSC auch liebevoll genannt wird. Nicht zu vergessen, die zwei Darts, die bei der Kundschaft großen Anklang finden, sowie eine ganz besondere Berliner Spezialität, die man in anderen Bundesländern allenfalls nach Ladenschluss findet: Im „Kaputter Heinrich“ gibt es separate Raucherräume. „Ach ja, eins noch“, wirft Axel Gehler mit einem Schmunzeln ein:

„Wenn um Mitternacht noch richtig was los ist, lass ich natürlich länger offen. Wir sind doch keine Spaßverderber!“

Apropos Spaß: Der an sich lustig klingende Kneipenname hat einen ernsten Ursprung. Der erste Wirt namens Heinrich soll ein ziemlich schräger Vogel, besser gesagt: ein verhaltensauffälliger Typ gewesen sein. Daher rührt der Name „Kaputter Heinrich“, der sich bis heute erhalten hat. Eine von vielen Geschichten aus dem wahren Leben, die im „Kaputten Heinrich“ zu hören bekommt, wer vorbeischaut. Denn, wie sagte Axel Gehler doch so schön: „Bei uns ist immer was los. Und das Bier gibt’s von mir!“

Axel hat für seinen „Kaputten Heinrich“ eine Website mit unserem Website Baukasten im Handumdrehen gebaut. Die .Berlin-Domainendung rundet den „Kaputten Heinrich“ auch im WWW und für alle zugänglich ab. Wenn auch ihr eine unserer Domains mit cooler Endung haben möchtet, dann schaut doch mal hier vorbei.

Harald Hesse
Harald Hesse hat Journalismus von der Pike auf gelernt. Über 20 Jahre war er bei einem auf die Medienbranche spezialisierten Verlag tätig, 16 Jahre davon als Chefredakteur verschiedener B2B- und B2C-Publikationen (GamesMarkt, Licensing Markt, Mobile Entertainment, VideoMarkt uvm.). Mit seinem Redaktionsservice Harald Hesse textmanufaktur – serviced by GoDaddy übrigens – hat er mittlerweile den Pfad des Freien Journalisten eingeschlagen. Als Freischreiber treibt er sich viel im Themenfeld Digitalien herum, als Buchautor schreibt er über Land und Leute, Gott und die Welt.