6 Tipps, um Kaufabbrüche in deinem Online-Shop zu reduzieren

Optimiere deinen Shop technisch und inhaltlich.

Kaufabbrüche mit verwaisten Warenkörben kommen im Online-Shop ständig vor und das Problem kennt auch jeder Onlineshop-Betreiber. Du bist mit diesem Problem nicht allein – im weltweiten Durchschnitt lag die Abbruch-Rate bzw. Kaufabbruch im Jahr 2019 bei 77 Prozent! Dabei passieren Kaufabbrüche am Smartphone und Tablet häufiger als am Desktop-PC.

Die Fragen sind:

  1. Warum verlassen Besucher oder potentielle Kunden deine Seite, ohne den Einkauf abzuschließen?
  2. Was kannst du mit den verschiedensten Gründen dagegen unternehmen?

Nutze unsere Tipps und reduziere die Kaufabbrüche in deinem Online-Shop und beim Online-Shopping.

Tipp 1: Den Online-Shop für mobile Geräte für das Online-Shopping optimieren

Bei Websites und Online Shopping machen mobile Endgeräte mit kleinem Bildschirm inzwischen deutlich mehr als die Hälfte der Seitenbesucher aus. „Responsives Design“ und „Mobile First“ sind zwei Anforderungen an das Design und die technische Umsetzung der Onlineshops.

Allerdings gibt es noch immer etliche Online-Shops, die nicht für Smartphones optimiert sind. Anwender müssen dann mühevoll scrollen und hinein- und herauszoomen. Die Folge sind überdurchschnittlich viele Kaufabbrüche; bei Einkäufen am Smartphone betragen diese sogar 85 Prozent (Quelle). Reduziere die Abbrüche, indem du deine Website für mobile Geräte optimierst.

Tipp: Mit unserem Online-Shop-Baukasten erstellte Websites sind direkt für Mobilgeräte optimiert und werden auf diesen perfekt dargestellt.

Tipp 2: Die Ladengeschwindigkeit deiner Seite verbessern

Viele Online-Shops werden mit Abbildungen überladen und die Seiten laden recht langsam.

Das Problem: Rund ein Drittel der potenziellen Seitenbesucher springt ab, wenn die Website nicht innerhalb von drei Sekunden geladen ist.

Das gilt auch beim Online-Einkauf. Wenn die Navigation zwischen Warenkorb und den Produkten zu lange dauert, verlieren deine Kunden die Geduld und kaufen lieber bei der Konkurrenz. Möglichst kurze Ladezeiten sind daher von entscheidender Bedeutung für den Erfolg von deinem Online-Shop. Mit kostenlosen Onlinetools wie Googe PageSpeed und GTMetrix kannst du die Geschwindigkeit testen und die dargestellten Hinweise für die Optimierung nutzen. Mehr erfährst du auch im Beitrag zu den aktuellen Webdesign-Trends, die deine Website erfolgreich machen und in dem Beitrag zum Test, wie schnell die Landegeschwindigkeit deiner Website ist.

Tipp 3: Versteckte Kosten vermeiden

Versteckte Kosten zählen zu den Hauptgründen für Kaufabbrüche: Rund 25 Prozent der Online-Shop Kunden nennen die Versandkosten als einer der häufigsten Gründe für die Abbrüche. Diese dürfen nicht unverhältnismäßig hoch ausfallen und sollten transparent dargestellt werden – alles andere wäre ein großer Fehler. Gleiches gilt für die zu zahlenden Steuern. Stelle sämtliche Posten anschaulich und übersichtlich dar und vermeide Kaufabbrüche aufgrund versteckter Kosten.

Tipp: Die beste Lösung für dieses Problem sind gar keine Versandkosten, was sich je nach Produktauswahl finanziell nicht rechnet. Biete daher den kostenlosen Versand ab einer bestimmten Bestellmenge an oder integriere die Kosten direkt in den Produktpreis.

Tipp 4: Verwaister Warenkorb? Erinnerung per E-Mail verschicken!

Verwaiste Warenkörbe lassen sich nicht vermeiden, häufig nutzen Besucher diese auch einfach zum Vergleich und für die Recherche. Einer der erfolgsversprechendsten Tipps zur Vermeidung von Kaufabbrüchen sind automatisierte Emails mit Erinnerungen.

  • Die Öffnungsrate dieser E-Mails liegt bei rund 45 Prozent,
  • die Klickrate bei rund 21 Prozent und
  • die Conversion-Rate dieser Mails bei circa 10 Prozent.

Voraussetzung dafür ist, dass du die E-Mail-Adresse des potenziellen Kunden kennst.

Tipp: Zeige ein Popup-Fenster an, wenn Gäste einen Warenkorb gefüllt haben und die Maus zum Wechseln der Seite bewegen. Biete in dem Fenster an, den Warenkorb für späteren Zugriff per E-Mail zuzustellen.

Tipp 5: Den Kaufprozess optimieren

Rund 20 Prozent der Kaufabbrüche finden statt, weil die potenziellen Kunden erst ein neues Kundenkonto erstellen müssen. Solche zeitaufwendigen Aufgaben musst du so geradlinig, einfach, übersichtlich und schnell wie möglich gestalten.

Tipp: Zwinge die Besucher also nicht zur Registrierung und biete stattdessen den Gäste-Checkout an.

Tipp 6: Den Überblick bewahren

Zuerst gibt es eine Reihe interessanter Statistiken zu den Kaufabbrüchen, die du beobachten solltest.

  • Wie viel Prozent deiner Seitenbesuche führen zu Kaufabbrüchen?
  • Von wie viel Prozent der Besucher mit abgebrochenem Online-Einkauf hast du eine E-Mail-Adresse?
  • Wie hoch ist der finanzielle Verlust durch die abgebrochenen Einkäufe?
  • Wie viele Empfänger von E-Mails mit Erinnerung an den gefüllten Warenkorb werden geöffnet?
  • Wie hoch ist die Conversion-Rate der E-Mails?

Zusammenfassung

Kaufabbrüche gehören zum Online-Shop dazu und lassen sich mit verschiedenen Mitteln senken. Die Optimierung für mobile Geräte mit schnellen Ladezeiten ist eine wichtige Voraussetzung; insgesamt musst du es deinen Kunden so einfach wie möglich machen. Vermeide umständliche Registrierungen, bevor Neukunden ihre Bestellung abgeschlossen haben, und bewahre den Überblick, damit du deinen Online-Shop kontinuierlich weiter optimieren kannst.

 

Bildnachweis: Unsplash

Franzi hat Medienkommunikation studiert und ist als Senior Social Media und Content Managerin im deutschen GoDaddy-Team verantwortlich für die Social Media-Känale und den Blog. Hier kann sie ihr Herzblut für Online Marketing und Texten verwirklichen und gibt am liebsten kleinen Unternehmen und Startups Tipps und Tricks in den Bereichen Social Media, Online-Shop und WordPress. Sie setzt sich bei "GoDaddy Women in Technology" für die Gleichberechtigung und Diversität in der Tech-Branche ein.