Kreatives Schreiben: 8 Tipps für bessere Texte

Du brauchst Übung – blogge und schreibe viel.

Nein, es ist noch kein genialer Autor vom Himmel gefallen. Alle erfolgreichen Schreiber haben einmal klein angefangen. Mit den folgenden Tipps wirst du besser.

1. Kreatives Schreiben: Ideen immer aufschreiben

Jeder Geistesblitz zählt, jedes schräge Gedankenkonstrukt auch. Du solltest grundsätzlich Notizblock und Stift oder eine Notiz-App im Smartphone griffbereit haben und deine Ideen niederschreiben. Selbst auf den ersten Blick schlechte Gedanken können später als Inspiration für bessere Geschichten dienen. Beliebte Notiz-Apps sind zum Beispiel Simplenote und Evernote.

2. Kreatives Schreiben: Lesen, lesen und noch mehr lesen

Die Literatur ist voller Vorbilder, du kannst besonders von den deutschen Klassikern lernen. Stöbere in unterschiedlichen Genres und Epochen, die vielen verschiedenen Stile beeinflussen dich bei deiner Weiterentwicklung. Das Projekt Gutenberg veröffentlicht diverse Klassiker online.

3. Kreatives Schreiben: Nimm eine Sichtweise ein

Kreatives Schreiben setzt sich mit den verschiedensten Themen auseinander. Wichtig ist für die Texte, dass die Charaktere einen Standpunkt vertreten und zu diesem stehen. Auf diese Weise können sich Leser mit dieser Person identifizieren – oder mit der Gegenseite.

4. Kreatives Schreiben: Setze dich mit deinen Lesern auseinander

Für wen schreibst du eigentlich, wer soll gute Texte lesen? Kommst du gerade von der Uni und möchtest theoretisches Wissen anschaulich erklären können? Kreative, gute Texte zielen in der Regel auf eine bestimmte Altersgruppe und teilweise auch auf ein Geschlecht ab. Du solltest definieren, für wen du schreibst, damit du Tonalität und Ausdruck entsprechend anpassen kannst.

5. Kreatives Schreiben: Erlerne die Kunst der literarischen Mittel

Gleichnisse, Metaphern und Redewendungen helfen dir beim kreativen und anschaulichen Schreiben und der Kreation fantasievoller Szenen. Als Inspiration dienen folgende Stilmittel.

Assonanz

Assonanz lässt sich mit „Gleichklang“ übersetzen. Es ist eine Reimform und ein Stilmittel. Es handelt sich um einen vokalischen Halbreim, in benachbarten Wörtern befindet sich also ein Gleichklang der Selbstlaute. Beispiel: Herzensgrund und schmerzenswund.

Alliteration

Beim Stilmittel der Alliteration besitzen die betonten Stammsilben von benachbarten Wörtern den identischen Anfangslaut. Es beeinflusst den Rhythmus und stellt sicher, dass das Geschriebene länger in Erinnerung bleibt. Eine Alliteration liegt vor, wenn mehrere Wörter in einem Satz den gleichen Anfangsbuchstaben bzw. Anfangslaut haben. Beispiel: Der frühe Vogel fängt den Wurm.

Konsonanz

Konsonanzen beziehen sich auf Wiederholungen der immer gleichen Konsonantenlaute, der Fokus liegt auf dem Klang und weniger auf den Buchstaben. Die gleichen Konsonantenklänge können am Anfang, in der Mitte und am Ende von Wörtern auftreten. Die Konsonanz ist eine Form des Halbreims, bei dem sich die Konsonanten entsprechen wie bei Rat und Tat.

6. Kreatives Schreiben: Schreibe!

Viele Anfänger fühlen sich eingeschüchtert und trauen sich nicht, anderen ihre ersten Texte zu zeigen. Übungen helfen dir, bessere Texte zu schreiben. Ohne Übung erreichst du nichts. Poste zum Beispiel kurze Storys hier in den Kommentaren und lasse diese von anderen beurteilen. Denk dir ein Thema aus und schreibe etwa 15 Minuten lang darüber.

  • Rege dich über ein Thema fürchterlich auf und schreibe es nieder. Auf diese Weise stellst du fest, wie sich deine Wortwahl verändert, und dass dein Text viel authentischer wirkt. Im Zustand der Rage lässt du deine Leserschaft näher an dich heran.
  • Ein gelungener Anfang ist besonders schwer und viele talentierte Schreiber scheitern dauerhaft an der Einleitung zu ihrer Geschichte. Wähle zur Übung den Beginn einer existierenden Geschichte aus und führe die Story fort. Auf diese Weise kommt schnell viel Text zusammen und am Ende tauschst du den Anfang einfach aus.
  • Schreibe die Wahrheit und nimm dabei kein Blatt vor den Mund. Wahre Geschichten und echte Gefühle sind genau das Zaubermittel, mit dem du zum Weiterlesen animierst. Höfliches Dahergerede interessiert nicht.

7. Kreatives Schreiben: Freue dich über die Verbesserungsrunden

Ist die Rohversion deines Texts erstellt, beginnt der zweite Teil der Arbeit: das Umschreiben und Verbessern. Nur selten ist beim ersten Entwurf bereits jedes Wort richtig gewählt. Mit jeder Revisionsrunde wird dein Text besser.

  • Streiche Überflüssiges, Füllwörter und nicht benötigte Adjektive.
  • Vermeide Wortwiederholungen und arbeite mit Synonymen.
  • Verzichte auf komplizierte und verschachtelte Satzstrukturen.
  • Meide Passivkonstruktionen, schreibe stattdessen aktiv.
  • Schreibe abwechslungsreich und mit einer maximalen Satzlänge von rund 25 Wörtern.

8. Kreatives Schreiben: Übe mit deinem Blog

Starte deine Blog-Projekte und veröffentliche deine ersten kreativen Texte online. Mit dem GoDaddy Homepage-Baukasten richtest du deinen eigenen Blog auch ohne Vorerfahrung ein. Auf deiner Website schreibst du über Themen, die dir am Herzen liegen und bei denen du dich auskennst.

Tipp: Bei Udemy gibt es auch Kurse zum Thema kreatives Schreiben.

Kreatives Schreiben: Zusammenfassung

Der Beruf des Autors ist wie ein Handwerksberuf, die Fähigkeiten erlernst du nur mit Übung. Schreibe viel und lies noch mehr. Lerne auch Tipps für perfekte Blogartikel kennen.

 

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Franzi Thoms
Franzi hat Medienkommunikation studiert und ist als Senior Marketing Lead im deutschen GoDaddy-Team verantwortlich für die Weiterentwicklung der Social-Media-Känale und den Blog. Hier kann sie ihr Herzblut für das Online Marketing und das Texten kombinieren und gibt am liebsten kleinen Unternehmen und Startups Tipps und Tricks in den Bereichen Social Media, E-Commerce und WordPress. Franzi setzt sich bei "GoDaddy Women in Technology" für die Gleichberechtigung und Diversität in der Tech-Branche ein.