Jetzt Nebengewerbe anmelden und Online-Shop gründen

Mit einem zweiten Standbein auf der Überholspur.

Die Corona-Pandemie hat neben vielem anderem weltweit zu Ladenschließungen geführt und die Erwartungshaltungen der Konsumenten beeinflusst. Die E-Commerce-Studie von 2020 zeigt unter anderem, dass deutsche Verbraucher seit der Krise im Schnitt 2,3 Produkte mehr als sonst bestellt haben und dass knapp 50 Prozent der Befragten lieber bei inländischen Online-Shops statt Giganten wie Amazon einkaufen. Nutze diese Chance! Du kannst ein Nebengewerbe anmelden, deinen Webshop gründen und ebenfalls vom boomenden Onlinehandel profitieren.

Von der Idee zum Shop: Businessplan erstellen

Deine Arbeit im E-Commerce beginnt mit der Suche nach einer Nische mit wenig Konkurrenz und dem Businessplan. Bei Online-Shops stehen erstens die Wettbewerbsanalyse und zweitens die Marketingkanäle für die Neukunden-Gewinnung im Fokus. Welche Wettbewerber haben dieselbe Zielgruppe und verkaufen ähnliche Produkte?

Der Businessplan beantwortet auch die Frage nach dem Shopsystem und welche Kosten mit IT und Logistik verbunden sind. Denke daran, dass du ein Lager brauchen wirst, wenn dein Business wächst.

Tipp: Die Alternative zum Online-Shop mit eigenen Produkten und einem Lager ist Dropshipping.

Rechtsform für Online-Shop auswählen

Mit deinem Online-Shop gehst du einer gewerblichen Tätigkeit nach und musst dich für eine Rechtsform entscheiden. Die Wahl hängt ab von Faktoren wie der Anzahl der Gesellschafter, dem zur Verfügung stehenden Eigenkapital, der Besteuerung und dem Haftungsrisiko.

  • In Deutschland entscheiden sich viele Online-Shop-Betreiber für die Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
  • Häufig sind auch Kapitalgesellschaften wie GmbH und UG.
  • Einzelunternehmen gibt es ebenfalls oft.
  • Personengesellschaften wie GbR, KG oder oHG sind selten gewählte Rechtsformen für Webshops.

Der Weg zur Online-Shop-Gründung: Das Nebengewerbe anmelden

Mit deinem Online-Shop betreibst du eine anmeldepflichtige Tätigkeit. Die gewerbliche Arbeit wird beim Gewerbeamt angemeldet und zusammen mit dem Einkommen des Hauptberufs versteuert. Dein zuständiges Gewerbeamt befindet sich in der Regel im Verwaltungsgebäude deiner Stadt oder Gemeinde. Als Kleinunternehmer musst du für die Steuerklärung nur eine Einnahmenüberschussrechnung (Erklärung vom BMWi-Existenzgründerportal) erstellen.

Hinweis: Es können nur die Existenzgründer ein Nebengewerbe anmelden, die einer hauptberuflichen Tätigkeit nachgehen.

Das Shopsystem auswählen

Neben den rechtlichen Angelegenheiten ist die technische Seite wichtig. Für deinen eigenen Online-Shop kannst du eine Webagentur anheuern, musst du aber nicht. Stattdessen gibt es zahlreiche fertige Lösungen zum sofort Loslegen selbst ohne Programmierkenntnisse.

Achte beim Vergleich nicht nur auf die monatlichen Kosten, sondern auch auf Aspekte wie Einschränkungen bei der Anzahl der Produkte, die optimale Darstellung, Funktionen für Schnittstellen zu Lieferanten, die Möglichkeit der Internationalisierung und das Angebot der Zahlungsmethoden. Zur Auswahl stehen unter anderem folgende Shopsysteme:

  • Besonders einfach, schnell, sicher und komfortabel ist ein Online-Shop-Baukasten. Du brauchst keinerlei Vorerfahrung.
  • Die beliebte Alternative mit umfangreicheren Funktionen ist ein Online-Shop auf Basis von WordPress mit der Erweiterung WooCommerce. Du kannst diese Lösung direkt im Rahmen eines Hosting-Pakets auswählen und so in kurzer Zeit ohne fremde Hilfe starten. Das Content-Management-System (CMS) selbst ist kostenlos und lässt sich unglaublich flexibel einsetzen.
  • Bei Shopify und ähnlichen Anbietern wie Wix kannst du einen Online-Shop ebenfalls hosten, musst allerdings (teilweise) Transaktionsgebühren bezahlen.
  • Gambio ist ein Shopsystem-Anbieter aus Deutschland und bietet sowohl gehostete als auch selbst gehostete Lösungen an. Die E-Commerce-Plattform richtet sich an professionelle Onlinehändler.

Produkte oder Dienstleistungen verkaufen

Der Erfolg deines Nebengewerbes hängt von der Sichtbarkeit deines Online-Shop in den Suchergebnissen ab. Dafür muss dein Webshop technisch und inhaltlich für die Suchmaschinen optimiert sein. Technisch bedeutet das unter anderem kurze Ladezeiten und inhaltlich die besten Erklärungen und Beschreibungen der Nischenprodukte. Ein Blog ist daher häufig eine sinnvolle Ergänzung. So finden dich die potenziellen Käufer, die sich über das Angebot informieren.

Die Suchmaschinenoptimierung (SEO) hat einen wesentlich höheren Return on Investment (ROI) als klassische Werbung, da deine Leser sich bereits aktiv für dein Angebot interessieren und nicht von nervigen Werbeanzeigen darauf gestoßen werden. Unsere SEO-Tools sind die praktische Hilfe, um das Ranking bei Google und anderen Suchmaschinen zu verbessern.

Social-Media-Marketing gehört zu den weiteren Marketingkanälen und unterstützt dich beim Aufbau deiner Marke. Eine gute Basis erfordert konsequente Arbeit und Posts, die unterhalten und einen echten Mehrwert bieten.

Neugierig geworden? Lerne unsere weiteren besten Tipps für deinen eigenen Online-Shop kennen!

Zusammenfassung

Der Weg zum eigenen Online-Shop ist kurz, sobald du eine geeignete Nische entdeckt hast und dein Businessplan steht. Es folgt der Gang zum Gewerbeamt und schon bist du bereit, um mit der eigentlichen Arbeit am Online-Shop zu beginnen. Erfahre als Nächstes, wie schnell du Produkte und Dienstleistungen mit dem GoDaddy Online-Shop-Baukasten verkaufen kannst.

 

Bildnachweis: Unsplash

Franzi hat Medienkommunikation studiert und ist als Senior Social Media und Content Managerin im deutschen GoDaddy-Team verantwortlich für die Social Media-Känale und den Blog. Hier kann sie ihr Herzblut für Online Marketing und Texten verwirklichen und gibt am liebsten kleinen Unternehmen und Startups Tipps und Tricks in den Bereichen Social Media, Online-Shop und WordPress. Sie setzt sich bei "GoDaddy Women in Technology" für die Gleichberechtigung und Diversität in der Tech-Branche ein.