Deine Produkte verkaufen im Internet – Die besten 5 Verkaufsplattformen

Produkte erwähnt
Das sind die Vorteile eines eigenen Shops!

In Zeiten der Corona-Krise haben Anbieter, die ihre Ware online anbieten oder privat im Internet Produkte online verkaufen möchten, die Nase vorn. Allerdings ist der eigene Online-Shop nicht zwangsläufig ein Muss (aber für dein Online-Business sehr sinnvoll). Es gibt zahlreiche Verkaufsplattformen und eine Kaufsmöglichkeit, wo du deine Produkte im Online-Handel anbieten kannst. Wir stellen dir fünf Selling-Plattformen vor.

Keine Frage: Der eigene Online-Shop gibt dir die Möglichkeit, alles selbst zu regeln und du kannst das Einstellen von Produkten selbst übernehmen. Aber du musst ihn dann auch erst einmal aufbauen, ihn vermarkten und eine Stammkundschaft aufbauen. Außerdem musst du dich um die technische Seite kümmern und über alle rechtlichen Komponenten Bescheid wissen – auch als privater Verkäufer. Aus diesen und noch viel mehr Gründen lohnt sich der Verkauf über bestehende Online-Marktplätze. Gebrauchte Sachen, die eigenen Produkte, eine große Menge – du kannst in Web-Shops alles anbieten, was du magst.

Produkte online privat verkaufen im Internet: Wo verkaufst du besten?

Bei Verkaufsplattformen fällt einem erst einmal der Platzhirsch ein – Amazon. Und auch wenn Amazon die Hälfte des deutschen E-Commerce-Marktes beherrscht, gibt es auch noch andere, die du in Betracht ziehen kannst. Vor allem, wenn du Nischenmärkte ansprichst, lohnt es, sich andere Online-Händler anzusehen. Damit dir das leichter fällt, hier die wichtigsten Auswahlkriterien:

  • Provision: Klar, die Verkaufsplattformen möchten an deinen Produkten verdienen. In der Regel erhalten sie für jeden Umsatz einen gewissen Prozentanteil an Provisionen. Achte darauf, dass diese Gebühr im Verhältnis zu deinem Umsatz steht.
  • Reichweite: Es muss nicht sein, dass die höchste Reichweite für dich ausschlaggebend ist. Nischen-Plattformen verringern Streuverluste.
  • Verkaufsmodell: Wähle für deinen Zweck das richtige Verkaufsmodell. Neben Festpreisen gibt es auch noch Auktionen, bei denen sich deine Gebühr nach dem Auktionspreis richtet.
  • Ausrichtung: Manche Online-Plattformen fallen von Vornhinein aus, weil sie eine falsche Zielgruppe ansprechen.
  • Bedienung: Insbesondere, wenn du viele Produkte verkaufen möchtest, ist für dich die Bedienbarkeit entscheidend. Deine Produkte sollten sich einfach und schnell einstellen lassen. Achte auch darauf, wo deine Konkurrenz verkauft.
  • Schnittstellen: Solltest du schon über einen Online-Shop verfügen, ist die Kompatibilität mit dem Online-Marktplatz ein wichtiges Kriterium.

Verkaufen im Internet: 5 Verkaufsplattformen im Vergleich

Auch wenn wir dir selbstverständlich die beiden Online-Riesen in Deutschland kurz vorstellen, Amazon und eBay, gibt es auch noch andere. Drei davon präsentieren wir dir im Anschluss. Eventuell sind sie für dich noch interessanter oder eine zusätzliche Möglichkeit, neue Kunden zu gewinnen. Das ist unsere Liste der Online-Marktplätze:

Verkaufen im Internet bei Amazon

Privat verkaufen im Internet? Wir stellen dir 5 Verkaufsplattformen vor_Amazon

Eine Welt ohne Amazon ist heute kaum vorstellbar. 1994 begann die Erfolgs-Story als Online-Versandhändler von Büchern. Inzwischen verkauft Amazon als eines der größten Logistikunternehmen Hundertausende von unterschiedlichen Produkten – hochpreisige Produkte aber auch sehr günstige Produkte. Neben dem eigenen Produktportfolio können Unternehmen auf dem AmazonMarketplace ihre Waren verkaufen. So riesig die mögliche Käufergruppe bei Amazon auch ist, so teuer kann der Verkauf deiner Produkte werden. Verkaufst du mehr als 40 Artikel im Monat fällt eine monatliche Grundgebühr von 39 Euro, zzgl. Mehrwertsteuer, an. Das ist aber nur der Anfang. Je nach Produkt Kategorie bezahlst du noch 7 bis 15 Prozent vom verkauften Artikel. Entscheidest du dich für einen Versand durch Amazon, kommen noch weitere Kosten dazu.

Weiterer Minuspunkt: Verkaufst du Produkte, die auch andere anbieten, findest du dich bei Amazon einer großen Konkurrenz gegenüber. Denn für Amazon zählt das Produkt und der Kunde und nicht der Anbieter. Auf der Produktseite werden deshalb gleichzeitig alle Händler gezeigt, die den Artikel verkaufen. Auch wenn neben dem niedrigen Preis die Kundenzufriedenheit über das Ranking entscheidet, ist es nicht leicht, sich gegenüber dem Wettbewerb durchzusetzen.

Das Einpflegen deiner Produkte ist durch das zentrale Dashboard, Seller Central, relativ einfach. Über Standards ist die eindeutige Identifikation erleichtert. Neue Produktseiten lassen sich einfach anlegen, allerdings ist die individuelle Gestaltung sehr eingeschränkt. Sitzt du ein eigenes Warenwirtschaftssystem ist die Chance groß, dass Amazon eine Schnittstelle dazu besitzt.

Verkaufen im Internet bei eBay

Privat verkaufen im Internet? Wir stellen dir 5 Verkaufsplattformen vor_Ebay

Ebay und eBay Kleinanzeigen war ursprünglich der erste Flohmarkt im Internet. Groß geworden ist die Verkaufsplattform durch die Auktion gebrauchter Artikel. Auch wenn heute noch viele Privatleute ihre Second-Hand-Artikel auf der Plattform verkaufen, wird sie mittlerweile größtenteils von Händlern und Herstellern genutzt. Sowohl bei der Auktion als auch beim Händlerverkauf ist die Produktbreite sehr vielfältig.

Für private oder professionelle Verkäufer stehen vier unterschiedliche Abomodelle zur Verfügung: abhängig von der Anzahl deiner Angebote kostet das Einstellen im eigenen Ebay-Shop zwischen 39,95 Euro und 4.999,95 Euro im Monat. Wenn du erst einmal keinen eigenen eBay-Shop erstellen möchtest, kostet die Einstellgebühr nach 40 eingestellten Angeboten 0,35 Euro pro Artikel. Allerdings lohnt sich der eigene eBay-Shop, weil schon in der Basis-Version 400 Angebote frei sind. Je nach Produktkategorie liegt die Verkaufsprovision zwischen 4,5 und 10,5 Prozent.

Was Amazon eher umgeht, das Branding des eigenen Online-Shops, ist bei eBay gegeben. Du kannst deinen Shop in einem gewissen Umfang branden und dich als Marke präsentieren. Auf deiner Shop-Seite kannst du dein ganzes Produktportfolio einstellen, so dass die eBay-Käufer einen Überblick darüber haben. Noch etwas: Du kannst auch deine Produktseiten grafisch gestalten. Wenn du hier als Privatverkäufer nicht ganz so affin bist, gibt es Anbieter, die dir bei der Gestaltung helfen. So werden deine Produkte professionell präsentiert.

Tipp: Auch bei ebay Kleinanzeigen kannst du deine Sachen anbieten.

Rakuten: Verkaufen im Internet

Privat verkaufen im Internet? Wir stellen dir 5 Verkaufsplattformen vor_Rakuten

In Japan der Online-Marktplatz Nummer eins, wird Rakuten in Deutschland zunehmend bekannter. Ein bisschen erinnert die Verkaufsplattform an Amazon. Du kannst in zahlreichen Kategorien deine Angebote verkaufen. Etwas ist aber anders:

Die Kunden erhalten für jeden Euro, den sie ausgeben, einen Superpunkt. Dieser entspricht einem Cent und kann bei späteren Käufen eingesetzt werden. Die Grundgebühr kostet monatlich 39 Euro und die Verkaufsgebühr pro Artikel beträgt neun Prozent, neben der einmaligen Einrichtungsgebühr von 49 Euro. Möchtest du deinen Käufern Superpunkte bieten, musst du mit einem zusätzlichen Prozent rechnen. Nutzt du Affiliates, erhält Rakuten einen zusätzlichen Anteil von einem Prozent. Unter bestimmten Umständen kannst du mit der Zeit auf Rakuten Pro upgraden, wobei dann Grundgebühr und Verkaufsgebühr individuell auf dein Angebot angepasst werden.

Anders als bei Amazon stärkt Rekruten die Positionierung des Händlers. So taucht der Händler in der Suche, inklusive seiner Angebote auf. Auch kannst du als Verkäufer deine Verkaufsseite individuell layouten. Unterstützung findest du zudem in den Bereichen Marketing und Positionierung. Außerdem profitierst du von zahlreichen Webinaren und Tutorials. Letztlich bietet die Verkaufsplattform Schnittstellen zu externen Software-Anwendungen.

Verkaufen im Internet bei Etsy

Privat verkaufen im Internet? Wir stellen dir 5 Verkaufsplattformen vor_Etsy

Wenn du als Privatverkäufer deine selbst erstellten Handarbeiten oder Kleidung verkaufen möchtest, bist du bei Etsy richtig. Das ist die bekannteste DIY-Plattform. Sie richtet sich an Käufer, die individuell gestaltete und einzigartige Produkte suchen. Grundsätzlich musst du als Verkäufer keine Grundgebühr bezahlen. In diesem Fall bezahlst du für jedes Produkt, dass du einstellst 0,18 Euro. Hinzukommen fünf Prozent Transaktionsgebühren und wenn du dich für eine Zahlung über die Etsy-Plattform entscheidest, fallen vier Prozent des Verkaufserlöses und 0,30 Euro Bearbeitungsgebühren an. Möchtest du Marketingvorteile nutzen, entscheidest du dich am besten für das Plus-Paket, das monatlich zehn US-Dollar kostet.

Etsy wird in Deutschland immer bekannter. Leider kannst du deinen Etsy-Shop nur sehr beschränkt mit deinem eigenen Layout versehen. Um mehr Nähe zu deinen Kunden aufzubauen, Verkäufer neben der Shop-Seite eine Inhaber-Seite, wo sie sich und ihre Geschichte präsentieren können. So fällt es Kunden leichter mit dem Verkäufer in Kontakt zu treten und eventuelle Sonderanfertigungen anzufragen.

Hood

Privat verkaufen im Internet? Wir stellen dir 5 Verkaufsplattformen vor_Hoodde

Hood.de als Kaufsmöglichkeit – hier ist der Name Programm: Denn Hood.de soll die faire Alternative zu eBay und Amazon sein. Gründer Brian Hood wollte den immer weiter steigenden Gebühren auf den großen Verkaufsplattformen eine Alternative entgegensetzen. So zeichnet Hood.de insbesondere eine kostengünstige Gebührenstruktur und ein erstklassiger Kunden-Service aus.

Die Verkaufsplattform unterscheidet zwischen privaten und gewerblichen Verkäufern. Erstere können die Plattform komplett kostenfrei nutzen. Sie müssen weder eine Grundgebühr noch eine Verkaufsputzprovision bezahlen. Nur zusätzliche Optionen, wie größere Bilder oder Werbung, kosten. Allerdings wird in diesem Fall Werbung eingeblendet.

Neben der kostengünstigen Einstellung setzt das Unternehmen vor allem auch auf Themen wie Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung und Klimaschutz. Da Hood.de ein deutsches Unternehmen ist, verfügt die Plattform über einen DSGVO-konformen Datenschutz und eine extrem hohe Datensicherheit, die von Experten bestätigt wird.

Verkaufe Produkte und Dienstleistungen auf deinem eigenen Online-Auftritt

Die genannten Plattformen bieten dir die Möglichkeit, deine Produkte im Internet zu offerieren.

Verkaufst du sie aber auf deiner eigenen Website, so hast du noch viele weitere Vorteile gegenüber diesen Plattformen.

 

  • Du kannst deine Website mit deinem eigenen E-Shop ganz einfach verbinden und hast die Möglichkeit, viel mehr Details über deine Produkte bzw. Dienstleistungen zu erzählen.
  • Keine Limits mehr! Du kannst deine Produkte weltweit vertreiben.
  • Du kannst dir deinen Online-Shop schnell und einfach einrichten, Produktfotos hinzufügen und bis zu 5000 Produkte online stellen.
  • Wenn du gerne Termine an deine Kunden vergeben willst, kannst du dies mit einer Termin-Buchungs-Option direkt deinen Kunden ermöglichen.
  • Mit den passenden Marketing-Tools wie E-Mail-Marketing und die Verknüpfung zu deinen Social Media-Kanälen bist du online bestens aufgestellt und kannst allen deine Produkte und Neuigkeiten präsentieren.
Einen Online-Shop erstellen geht schnell und einfach. Starte jetzt gleich kostenlos und verkaufe deine Produkte auf deiner eigenen Website.

Fazit: Fang an!

Wie du siehst, gibt es eine große Anzahl an Möglichkeiten, deine Produkte privat im Internet zu verkaufen. Ausreden gelten nicht mehr! Unsere Übersicht über einige Verkaufsplattformen machen es dir leichter, wenn du dein eigenes Online-Business aufbauen möchtest.

 

Dieser Artikel ist am 06.10.2020 erschienen und wurde am 12.08.2021 aktualisiert.

Bildnachweis: Unsplash

Franzi hat Medienkommunikation studiert und ist als Senior Marketing Lead im deutschen GoDaddy-Team verantwortlich für die Social Media-Känale und den Blog. Hier kann sie ihr Herzblut für das Online Marketing und das Texten kombinieren und gibt am liebsten kleinen Unternehmen und Startups Tipps und Tricks in den Bereichen Social Media, E-Commerce und WordPress. Franzi setzt sich bei "GoDaddy Women in Technology" für die Gleichberechtigung und Diversität in der Tech-Branche ein.