Was du über den HTTP Status Code wissen solltest

Fehler 404 ist der wohl bekannteste Status-Code.

Beim Aufruf einer Website sendet dein Browser (Client) eine HTTP-Anfrage an den Server, auf dem die Seite gehostet ist. Dieser antwortet über das Hypertext-Transfer-Protokoll (HTTP) auf den Request (Anfrage). Der HTTP-Status-Code steht in der ersten Zeile der Response (Antwort). Lerne die wichtigsten HTTP-Status-Codes kennen!

Was ist ein HTTP-Status-Code?

Mit dem Code teilt der Server dem Client in seiner Antwort mit, ob die Anfrage erfolgreich ist oder ein Fehler vorliegt. Du siehst diesen in der Regel nur bei einem Fehler, zum Beispiel den 404-Fehlercode bei einer nicht gefundenen Seite.

Tipp: Landen Besucher auf einer 404-Fehlerseite, suchen sie schnell auf einer anderen Website nach den gesuchten Informationen. Gestalte die Fehlerseite daher individuell und mit internen Links. Mit einer Erweiterung wie 404page kreierst du eine interessante 404-Seite für deine WordPress-Website.

Fünf Klassen der HTTP-Status-Codes

Die Codes bestehen aus drei Ziffern, die erste Ziffer weist die Klassenzugehörigkeit zu. Die Tabelle zeigt die fünf Klassen in der Übersicht.

Code Klasse Info
1xx Statusinformation Der Server teilt dem Client mit, dass die Anfrage in Bearbeitung ist und noch andauert.
2xx Erfolg Der Server hat die Anfrage vom Client empfangen und verarbeitet. Meist erfolgt die Zustellung einer 2xx-Meldung zusammen mit den angeforderten Daten.
3xx Umleitung/Weiterleitung Der Server hat die Anfrage empfangen, für die Bearbeitung muss der Client jedoch weitere Schritte ausführen.
4xx Fehler beim Client Der Server kann die erhaltene Anfrage nicht ausführen, meist weil die Anfrage des Clients einen Fehler hat. Beispiel: Der Client ruft eine ungültige URL auf.
5xx Fehler beim Server Der Server teilt einen eigenen Fehler mit. Die vom Client gestellte Anfrage kann nicht ausgeführt werden.

 

Beim Surfen mit dem Internetbrowser bekommen Anwender die meisten HTTP-Status-Codes gar nicht zu sehen. Ausnahmen sind die 4xx- und 5xx-Fehlercodes, für die der Browser in der Regel eine Fehlerseite anzeigt.

Übersicht wichtiger HTTP-Status-Codes

Es gibt mehr als xy-Status-Codes, die folgenden zählen zu den wichtigsten und häufigsten:

Status

  • 100 – Fortfahren: Die Anfrage ist akzeptiert, aber noch nicht bearbeitet. Der Server erwartet vom Client weitere Anfragen.
  • 102 – In Bearbeitung: Teilt dem Client bei zeitintensiven Anfragen mit, dass die Anfrage in Bearbeitung ist. Der Code dient der Vermeidung von Timeouts.

Erfolg

  • 200 – Status OK: Die Client-Anfrage war erfolgreich, der Server überträgt die Daten.

Weiterleiten/Umleiten

  • 301 – permanente Weiterleitung: Für die vom Client aufgerufene URL ist eine permanente Weiterleitung hinterlegt. Dem Browser wird die neue URL mitgeteilt, die er sogleich aufruft. Du wirst automatisch weitergeleitet.
  • 302 – vorübergehende Weiterleitung: Die Anfrage wird temporär weitergeleitet, der Browser ruft die Daten automatisch ab und zeigt diese an.

Client-Fehler

  • 400 – ungültige Anfrage: Die Client-Anfrage enthält einen Fehler, der Server kann diese aufgrund fehlerhafter Syntax nicht bearbeiten.
  • 401 – unautorisierte Anfrage: Eine Autorisierung ist erforderlich.
  • 402 – Bezahlung erforderlich: Dieser HTTP-Status-Code ist für die zukünftige Verwendung reserviert.
  • 403 – Zugang verboten: Der Server informiert den Client über ein dauerhaftes Zugriffsverbot, die Autorisation wird nicht anerkannt.
  • 404 – nicht gefunden: Die Fehlermeldung erfolgt, wenn der Server die angeforderten Daten nicht finden kann. Der Fall tritt zum Beispiel ein, wenn du eine URL aufrufst, die nicht existiert. Website-Betreiber sollten 404-Fehler abfangen und statt einer leeren Fehlerseite alternative Informationen anzeigen.
  • 408 – Zeit abgelaufen: Der Client hat die Anfrage nicht in der Zeit beendet, die der Server vorgab. Du siehst diesen Fehler eventuell beim Upload großer Dateien.
  • 415 – Medien-Typ nicht unterstützt: Der vom Client angefragte Medientyp wird nicht unterstützt.

Server-Fehler

  • 500 – interner Serverfehler: Der Server kann die Anfrage aufgrund eines internen Fehlers nicht ausführen.
  • 501 – nicht implementiert: Der Server hat nicht die nötige Funktionalität, häufig ist eine nicht unterstützte HTTP-Methode die Ursache.
  • 502 – Bad Gateway: Der Server kann seine Funktion als Gateway nicht erfüllen, weil ein Fehler aufgetreten ist.
  • 503 – Service nicht erreichbar: Der Server ist nicht verfügbar, dieser Fall tritt bei Überlastung oder Wartungsarbeiten ein.
  • 504 – Gateway Timeout: Aufgrund einer Zeitüberschreitung kann der Proxy die Anfrage nicht bearbeiten.
  • 511 – Netzwerk Autorisation notwendig: Vor dem Zugriff zum Netzwerk muss sich der Client erst authentifizieren.

Wo kann ich den Status-Code sehen?

Was du über den HTTP Status Code wissen solltest_godaddy-http-status-codes
HTTP-Status-Codes beim Aufruf von http://de.godaddy.com – Status-Code 200 steht für erfolgreiche Anfragen.

Die Browser integrieren Tools für die Website-Analyse. Klicke in Firefox mit der rechten Maustaste auf den Seiteninhalt und im Kontextmenü auf „Element untersuchen“. Das Analysefenster öffnet sich unten, klicke hier auf den Reiter „Netzwerkanalyse“. Du siehst eine Auflistung der Server-Anfragen und in der ersten Zeile den Status.

Zusammenfassung

HTTP-Status-Codes stehen bei der Antwort des Servers in der ersten Zeile. Sie informieren über erfolgreiche Client-Anfragen, über Fehler und Weiterleitungen. Der Browser wertet die Informationen aus und verhält sich entsprechend. Anwender bekommen die Codes meist nicht zu sehen.

 

Bildnachweis: Unsplash