Was du über Geoblocking wissen solltest

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Geoblocking umgehen und gesperrte Inhalte sehen

So umgehst du das Geoblocking und greifst auf geschützte Dienste zu oder aktivierst die Blockade auf deiner Website.

Teilweise sperren Websites den Zugriff auf ihre Inhalte regional. Dies kann zum Beispiel bei gestreamten Liveübertragungen von Fußball der Fall sein. Das Spiel sehen dann nur Zuschauer, die sich in Deutschland oder außerhalb aufhalten – dafür nutzt der Betreiber das Geoblocking.

  1. Was ist Geoblocking?
  2. Wie umgehe ich Geoblocking?
  3. Geoblocking im E-Commerce
  4. Geoblocking in WordPress nutzen
  5. Zusammenfassung

1. Was ist Geoblocking?

Geoblocking ist eine Technik, mit der Websitebetreiber den Zugriff auf ihre Inhalte regional einschränken. Die Technik kommt vor allem bei urheberrechtlich geschützten Inhalten zum Einsatz. Je nach geografischer Herkunft der Seitenbesucher sind die Inhalte zugänglich oder nicht.

Zum Beispiel setzt YouTube das Geoblocking ein und verhindert so die Anzeige von in Deutschland urheberrechtlich geschützten Inhalten wie Musikvideos. Manche Staaten nutzen den Blockade-Mechanismus für die Internetzensur und unterbinden damit den Zugriff der Bürger auf ungewünschte Websites.

Wie funktioniert die Standard-Kontrolle?

Die Technik entscheidet anhand deiner IP-Adresse, ob dein Zugang frei oder gesperrt ist. Die IP-Adresse wird dir automatisch vom Internetprovider zugewiesen, wenn du online gehst. Jeder Provider verwendet einen öffentlich bekannten Adressbereich, was die Zuordnung leicht macht. In der Folge ist der Standort ungefähr bekannt.

2. Wie umgehe ich Geoblocking

„Diese Seite ist in Ihrem Land nicht verfügbar“ – Websites mit Geoblocking-Funktion zeigen Fehlermeldungen wie diese an.

Für den Zugriff auf geblockte Inhalte musst du deine tatsächliche IP-Adresse verschleiern und deinen virtuellen Standort verändern. Wenn du dich in Deutschland aufhältst und zum Beispiel geblockte Videos eines Streaming-Anbieters anschauen möchtest, kannst du deinen virtuellen Standort in die USA verlegen. Das gelingt mithilfe eines VPNs (Virtual Private Network). Zahlreiche Anbieter stehen zur Auswahl. Innerhalb der Software wählst du einfach das gewünschte Land aus, über das du auf die Website zugreifen möchtest.

Was du über Geoblocking wissen solltest-avira-vpn
Avira Phantom VPN ist kostenlos erhältlich.

Zum Beispiel gibt es die Software Avira Phantom VPN kostenfrei als Erweiterung für den Chrome-Browser. Bei der kostenpflichtigen Pro-Version stehen mehr Länder zur Auswahl. Nach wenigen Klicks ist die VPN-Verbindung aktiv. Je nach Anbieter musst du bei der Verwendung mit Geschwindigkeitseinbußen rechnen. Mit deiner VPN-Verbindung kannst du anonym im Netz surfen und bist besser vor Hackern geschützt.

3. Geoblocking im E-Commerce

In Europa gilt im E-Commerce die Geoblocking-Verordnung, die unter anderem automatische Website-Umleitungen aufgrund der IP-Adresse verbietet. Jeder Seitenbesucher muss Zugriff auf dieselben Inhalte haben. Kunden aus den verschiedenen EU-Ländern müssen auf einen Onlineshop zugreifen können und dort bestellen dürfen. Das heißt, dass du den Zugriff für Kunden aus Spanien nicht sperren darfst. Du musst allerdings keine Warenlieferung in das Land anbieten.

4. Geoblocking in WordPress nutzen

Je nach Bedarf und Inhalt kannst du das Geoblocking auf deiner WordPress-Website aktivieren. Dafür werden passende Erweiterungen wie das beliebte iQ Block Country offeriert. Mit dem Plugin schränkst du zum Beispiel den sicheren Zugriff auf das WordPress-Backend für Zugriffe aus deinem Land ein. Ein theoretischer Hackerangriff aus einem anderen Land ist damit abgewehrt.

5. Zusammenfassung

Geoblocking ist ein verbreitetes Feature von Websites, um urheberrechtlich geschützte Inhalte länderspezifisch anzuzeigen. Durch die Verwendung eines VPN-Dienstes lassen sich diese Schranken meist umgehen. Betreiber einer WordPress-Website fügen die Funktion bei Bedarf mithilfe einer Erweiterung einfach hinzu.

 

Bildnachweis: Unsplash