GoDaddy-Erklärung zum Modern Slavery Act (Region EMEA)

1. Einführung

Sklaverei und Menschenhandel sind weltweit ein ungelöstes Problem. GoDaddy EMEA hat sich verpflichtet, Akte moderner Sklaverei und des Menschenhandels in unserer Geschäftstätigkeit und unseren Lieferketten zu unterbinden. GoDaddy EMEA nimmt seine Verpflichtung ernst, wachsam auf das Risiko moderner Sklaverei innerhalb seiner Lieferkette zu achten. Wir haben uns verpflichtet, dafür zu sorgen, dass unsere Beschäftigten und unsere weitere Lieferkette über diese Risiken aufgeklärt werden und wissen, wie sie sie melden können. Eine offene Unternehmenskultur, in der das Personal jegliche Bedenken in Bezug auf Sklaverei und Menschenhandel vertrauensvoll melden kann, gehört zu den zentralen Grundwerten unseres Unternehmens. Damit Vorstandsmitglieder, Führungskräfte und Personal wissen, wie sie mit etwaigen auftretenden Problemen umgehen können, haben wir begonnen, ein Schulungsprogramm zum Thema moderne Sklaverei und Menschenhandel für unsere Beschäftigten zu entwickeln.

2. Struktur und Geschäftstätigkeit

GoDaddy Inc. ist ein führender Technologieanbieter für kleine Unternehmen, Webdesigner und Privatkunden. Das Unternehmen bietet einfache, benutzerfreundliche cloudbasierte Produkte und einen ergebnisorientierten, persönlichen Kundendienst an. Wir betreiben den weltweit größten Marktplatz für Domains. Unsere Kunden können bei uns den einzigartigen, besonderen digitalen Platz finden, der perfekt zu ihrer Vorstellung passt. Wir bieten Websiteerstellungs-, Hosting- und Sicherheitstools an, mit denen unsere Kunden ihre Online-Präsenz in einfacher Weise aufbauen und schützen können. Wenn unsere Kunden wachsen, bieten wir für sie Anwendungen und den Zugriff auf einschlägige Produkte von externen Anbietern an, mit denen sie sich mit ihren Kunden verbinden, ihre Geschäfte führen und erweitern und sich im Internet finden lassen können. Zum 31. Dezember 2017 hatten wir weltweit über 17 Millionen Kunden und lieferten lokalisierte Lösungen in über 50 Länder. Rund 33% unserer gesamten Buchungen entfielen auf Kunden außerhalb der USA.

Zum 31. Dezember 2017 hatten wir weltweit 5.990 Beschäftigte, darunter 3.588 in unserem Kundendienstteam, 1.360 im Bereich Technologie und Entwicklung, 268 im Bereich Marketing und Werbung sowie 774 in allgemeinen Tätigkeiten und in der Verwaltung. Nicht in unseren Beschäftigtenzahlen enthalten sind rund 1.900 Kundendienstspezialisten in Bulgarien, China, Kolumbien, Indien, Mexiko, den Philippinen und Großbritannien, die bei externen Partnern angestellt sind, die aber ihre gesamte Tätigkeit GoDaddy widmen. Praktisch alle unsere Beschäftigten sind in den USA und in Europa ansässig.

Unsere Leute und unsere einzigartige Unternehmenskultur sind integraler Bestandteil unseres Erfolgs. Wir leben nach denselben Grundsätzen, die das Überleben und den Erfolg neuer Geschäftsfelder ermöglichen: harte Arbeit, Durchhaltevermögen, Überzeugung, kundenorientiertes Denken und die Überzeugung, dass niemand es besser kann. Wir setzen uns mit aller Kraft für den Erfolg unserer Kunden ein und lassen uns an unseren Ergebnissen messen. Wir sind davon überzeugt, dass dies ein wesentlicher Schlüssel zum schnellen Wachstum unseres Kundenkreises und unserer Umsätze ist. Wir sind davon überzeugt, dass wir eine der renommiertesten Technologiemarken in den USA haben. Weitere Informationen über unsere Geschäftstätigkeit finden Sie auf unserer Website: https://uk.godaddy.com/

GoDaddy Inc. hat seinen Hauptsitz in Scottsdale (Arizona, USA) und verkauft seine Produkte und Dienstleistungen in ganz Europa, einschließlich in Großbritannien.

3. Aktualisierung einschlägiger Richtlinien

Nach unserer Einschätzung sind wir nicht in Hochrisikosektoren bzw. an Hochrisikostandorten tätig, da es sich bei unseren Produkten und Services überwiegend um Online-Angebote handelt und sich unsere Niederlassungen und Supportstellen nicht an Standorten mit hohem Risiko befinden. Die überwiegende Mehrheit unserer Lieferanten sind IT-, Software-, Finanz- und Fachdienstleistungsunternehmen, darunter Banken, Rechtsanwaltskanzleien, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Unternehmensberatungen, Versicherungsgesellschaften und Personalagenturen. Weitere Lieferanten sind Anbieter von Bürobedarf, Catering-, Büroreinigungsleistungen und andere Gebäudemanagementdienstleister. Trotz des relativ geringen Risikos sind wir uns der Bedeutung der Bekämpfung von Sklaverei und Menschenhandel bewusst. Wir haben uns verpflichtet, dafür zu sorgen, dass moderne Sklaverei weder in unserem Unternehmen noch in unseren Lieferketten vorkommt.

Im Zuge dieser Bestrebungen haben wir vor Kurzem unseren Globalen Rahmenvertrag für Dienstleistungen – Verhaltenskodex für Lieferanten („Lieferantenkodex“) mit dem folgenden Wortlaut aktualisiert:

Arbeitskräfte: GoDaddy duldet keine Dienstleister, die Kinderarbeit oder Zwangsarbeit wie z. B. in Form von Sklavenarbeit, Gefangenenarbeit, Zwangsverpflichtung, Schuldknechtschaft oder anderweitig einsetzen. GoDaddy duldet keine Dienstleister, die sich in irgendeiner Weise am Handel mit Arbeitskräften oder an der Ausbeutung von Arbeitskräften beteiligen. GoDaddy Dienstleister müssen mindestens sämtliche geltenden Gesetze für die nachfolgend genannten Bereiche erfüllen:

• Frei gewählte Beschäftigung; Bekämpfung des Menschenhandels
• Menschenwürdige Behandlung
• Bekämpfung von Kinderarbeit; Schülerpraktikanten
• Diskriminierungsverbot
• Arbeitszeiten
• Versammlungs- und Tarifverhandlungsfreiheit
• Löhne und Arbeitgeberleistungen
• Einwanderungsrecht und Compliance

Zusätzlich gibt uns der Lieferantenkodex das Recht, unsere Dienstleister zu prüfen bzw. zu kontrollieren, um uns zu versichern, dass sie den Kodex einhalten. Der Lieferantenkodex gibt uns außerdem das Recht, Vertragsverhältnisse mit Lieferanten zu kündigen, wenn im Zuge einer Prüfung nachgewiesen werden kann, dass der Lieferant den Kodex nicht eingehalten hat.

Zusätzlich zum Lieferantenkodex hat GoDaddy einen eigenen Verhaltenskodex. Dieser enthält Richtlinien und Verfahren zur Bekämpfung von Diskriminierung und Belästigung sowie Normen in Bezug auf unsere Erwartungen an das Verhalten von Mitarbeiter/innen am Arbeitsplatz. Schließlich hat GoDaddy noch eine spezielle, vertrauliche Ethik-Hotline eingerichtet. Mitarbeiter/innen können sich bei Fragen an diese Hotline wenden oder wenn sie einen möglichen Verstoß gegen ethische Standards oder die Vorschriften melden möchten. Die Ethik-Hotline wird von einem externen Dienstleister betrieben. Dadurch ist die vertrauliche Behandlung gewährleistet sowie auf Verlangen (soweit nach örtlichem Recht zulässig) auch die Anonymität.

4. Erkennung und Bewertung von Risiken


Im Geschäftsjahr 2018 wählten wir zehn unserer wichtigsten Lieferanten in Großbritannien aus und sendeten ihnen einen Fragebogen. Ziel der Umfrage war es, genauer nachzuvollziehen, wie unsere Lieferanten die Selbsteinschätzung im Hinblick auf Sklaverei und Menschenhandel innerhalb ihrer Organisationen durchführen. Derzeit analysieren wir die Ergebnisse der Umfrage. Anschließend werden wir anhand der gewonnenen Erkenntnisse die Standards verbessern und gegebenenfalls wesentliche Risikobereiche identifizieren. Wir haben vor, dieses Umfrageprogramm auf die meisten unserer Lieferanten in den USA zu erweitern und es ab 2019 in das automatische Onboardingverfahren für neue Lieferanten einzubeziehen. Wir meinen, das es uns dadurch besser gelingen wird, Sklaverei und Menschenhandel zu erkennen und zu verfolgen, falls sich im Laufe der Zeit in diesem Bereich Probleme ergeben sollten.

5. Wichtige Leistungsindikatoren

Zur Bewertung der Wirksamkeit unserer Maßnahmen zur Bekämpfung der Sklaverei und des Menschenhandels werden wir die folgenden wichtigen Leistungsindikatoren (KPI) überprüfen:

• Anzahl der gemeldeten Fälle von Sklaverei und Menschenhandel, die gegen den Lieferantenkodex verstoßen
• Mitarbeitertrainingsstufen

6. Schulungen


Ein wesentlicher Teil unserer Strategie zur Bekämpfung von Sklaverei und Menschenhandel besteht darin, den kulturellen Wandel durch Schulungen zu fördern. In diesem letzten Geschäftsjahr haben wir begonnen, Schulungsmaterialien zu entwickeln. Unser Personal soll Zugang zu diesen Materialien erhalten, damit es (i) über moderne Sklaverei und Menschenhandel aufgeklärt wird und (ii) erfährt, wie sie entsprechende Probleme am Arbeitsplatz melden können. Wir werden Ende des Geschäftsjahres 2019 mit der Durchführung der Schulungen in wesentlichen Bereichen unseres Geschäftsbetriebs beginnen, in denen die potenziellen Risiken am höchsten sind (z. B. in der Beschaffung). Im Laufe des nächsten Geschäftsjahres werden wir unsere Verfahren weiter verbessern, damit wir moderne Sklaverei oder Menschenhandel in Bezug auf neue und bestehende Lieferanten erkennen, dagegen vorbeugen und etwaige Risiken im Zusammenhang damit mindern können.

7. Unsere Erklärung

Diese Erklärung wird gemäß Section 54(1) des Modern Slavery Act 2015 (das „Gesetz“) abgegeben und stellt die Erklärung von GoDaddy EMEA (einschließlich der jeweiligen Tochtergesellschaften, für die das Gesetz gilt) in Bezug auf Sklaverei und Menschenhandel für das Geschäftsjahr von Januar 2018 bis Dezember 2018 dar.

Unterschrift:
Irana Wasti
SVP, GoDaddy EMEA
Datum: 28. Dezember 2018

Überarbeitung: 28.12.2018
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